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Die Viles

Die Viles sind eine im Gadertal typische, sehr alte Siedlungsform, einzigartig im gesamten Alpenbogen. Die Ursprünge dieser Bauweise gehen weit zurück in die Vergangenheit bis zum Volk der Räter. Von ihnen stammt die Bauform der „Tambra“, die als älteste Form der Berghütte und Vorläufer der Viles gilt.

Die Viles in Alta BadiaEine berühmte Vile von Freinademetz, Alta Badia

Diese Viles, eine Siedlungsform, die die offenere Lebensweise der Römer mit der eher zurückgezogenen und isolierten Art der Räter und Bajuwaren in sich vereinte, hatte drei typische Bestandteile:

  • Die „Ćiasa“

Die „Ciasa“, das eigentliche Haus mit der Wohnung im Obergeschoss, einem Keller, einer Vorratskammer und einer Werkstatt im Erdgeschoss;

  • Die „Majun“

Die „Majun“, der Heuschuppen, befindet sich in dem zu dem Weiler gehörigen Nebengebäude und umfasst einen Stall im Erdgeschoss;

  • Der „Tablé“

Der „Tablé“ ist der eigentliche Heuschober, er hat einen offenen Dachumgang und diente als Trockenspeicher.

Die Viles sind kreisförmig oder im Halbkreis angeordnet, in der Mitte befinden sich gemeinschaftliche Einrichtungen wie ein Brunnen, ein Backofen, ein gemeinsamer Geräteschuppen, eine Tischlerei oder eine Schmiede. Diese Siedlungsform ist also nicht nur eine einfache Gruppe von Wohnhäusern, sondern eine auf aktiver Beteiligung beruhende Gemeinschaft der Bewohner, die sich bis heute aufrechterhalten konnte, auch durch die in Südtirol verbreitete Regel der „geschlossenen Höfe“, wonach jeweils der älteste Sohn den Hof erbt.

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