Naturparke sind heute von besonderem Wert für die Erhaltung von Natur und Landschaft, für Forschung und Bildung, für das Erlebnis von Natur. Schroffe kühne Gipfel, lebendige Bäche und eine Vielfalt von Tieren und Pflanzen kennzeichnen „unsere" Naturpark. Als unersetzliches „Biotop" für Pflanzen und Tiere kann der Naturpark aber auch als Möglichkeit für eine seelische und physische Regeneration des oftmals naturfernen Menschen dienen. Hierbei zeigen Ihnen ausgebildete Wander- und Naturkenner die schönsten Seiten der Natur bei einer Erlebniswanderung im Naturpark.
Nationalpark Stilfserjoch 1935 gegründet um die Flora zu schützen und zu verbessern, der Fauna eine sichere Lebensgrundlage zu geben und die besonderen geologischen Erscheinungen sowie landschaftlichen Schönheiten zu bewahren und zu fördern. Der Nationalpark erstreckt sich zur Zeit über ein Gebiet von 134.620 ha. Nationalparkführungen werden angeboten.
Naturpark Texelgruppe Der Naturpark Texelgruppe umfasst eine Fläche von rund 33.430 ha und verteilt sich auf die Gemeinden Schnals, Naturns, Partschins, Algund, Tirol, Riffian, St. Martin und Moos in Passeier. Der Naturpark wird vom Etschtal im Süden, dem Schnalstal im Westen, dem Passeiertal im Osten und dem Alpenhauptkamm im Norden eingegrenzt. Zum Naturpark Texelgruppe gehören somit die gesamte Texelgruppe, die nordwärts daran anschließenden Ötztaler Alpen mit dem Schnalser und dem Gurgler Kamm sowie einen kleinen Anteil der Stubaier Alpen zwischen Timmelsjoch und Timmelsjochberg. Er ist der größte Naturpark Südtirols.
Naturpark Rieserferner Ahrn Ein landschaftliches Juwel ist der Naturpark Rieserferner Ahrn: weiß glitzernde Gletscher, tosende Wasserfälle, dichte Bergwälder und herrliche Wanderwege, hier zeigt die Natur ein ganz anderes Gesicht. Die vielen wilden Wasser und Bergseen geben der Landschaft zusammen mit den Gletschern des Hochgall und Wildgall ihren besonderen Reiz. Zu Füßen der östlichen Flanken dieser beiden Eisriesen, die über 3000m hoch sind, blinkt blitzblau der Antholzer Wildsee, der drittgrößte Natursee Südtirols. Auf den Hochgebirgswanderungen kann man Gämsen und Murmeltieren, Hermelinen, Steinadlern und Schneehühnern begegnen. Der Naturpark Rieserferner-Ahrn besteht seit 1988 und umfasst eine Fläche von rund 31.505 ha. Damit ist er der zweitgrößte Naturpark Südtirols. Er grenzt im Norden an den Nationalpark Hohe Tauern. Mit einer Gesamtfläche von 2.475 m² bilden beide Schutzgebiete gemeinsam mit dem Naturpark Zillertaler Alpen den größten Schutzgebietsverbund Europas. Über uralte Wege und über gemeinsame Projekte sind sie miteinander verbunden. Der Naturpark Rieserferner-Ahrn ist geprägt von einer Hochgebirgslandschaft mit schroffen Gipfeln und ewigem Eis; Grenzlebensraum und Gratwanderung für Tiere und Pflanzen aber auch für den Menschen. Bergseen und Wasserfälle, Gesteine wie der Zentralgneis des Tauernfensters und der Rieserfernertonalit, Tiere wie Steinadler und Wanderfalke, Pflanzen wie die Zwergweide und die klebrige Primel zählen zu den Besonderheiten des Parks. Ganz besonders in den Hochtälern lassen sich die landschaftsformenden Kräfte der Gletscher und des Wasser hautnah erleben.
Naturpark Fanes-Sennes-Prags Der Naturpark "Fanes-Sennes-Prags". Seine außergewöhnlichen Naturformationen haben die Menschen immer schon fasziniert. Hier, im Reich der bleichen Berge, ranken sich die Sagen vom Aufstieg und Untergang des Fanesvolkes um jeden Berg. Eine seltsame, stufenähnliche Gesteinsformation nennt man das "Parlament der Murmeltiere". Hier sollen die Nager - der Sage nach - die letzten Überlebenden des Fanesvolkes in Felshöhlen versteckt haben. Dort warten sie auf den Klang silberner Trompeten aus dem Pragser Wildsee, der die Wiederkehr ihres Reiches ankündigen soll. Der sensationellste Besitz des Naturparks stammt aus grauer Vorzeit. Vor 40.000 Jahren lebten hier Höhlenbären und Raubkatzen in Leopardengröße, deren Knochen immer noch erhalten sind. Heute bietet das vielgestaltige Gelände zwischen Höhlenstein- und Gadertal zahlreichen Tierarten Unterschlupf, die sonst vom Aussterben bedroht wären. Steinadler, Scheehuhn, Uhu, Birk- und Auerwild leben hier. Besondere Plätzchen in dem 25.680 ha großem Schutzgebietes sind auch die Almen von Sennes und Fanes, deren karge und spröde Hochflächen teilweise wie Mondlandschaften anmuten, der Pragser Wildsee, in dessen tiefgrünen Wasser sich der 2.810 m hohe Seekofel spiegelt und die Plätzwiese, eine sanft gewellte Hochfläche inmitten steil aufragender Felsen. Der Naturpark ist mit seiner außergewöhnlichen Flora und den urigen Wildseen.
Naturpark Sextner Dolomiten Der Naturpark Sextner Dolomiten umfasst die Gemeinden Sexten, Innichen und Toblach und nimmt eine Fläche von ca. 11.650 ha ein. Einmal mehr ist es eine bizarre und einmalige Gebirgswelt, die unsere Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Spricht man von den Sextner Dolomiten, so denkt man unwillkürlich an die weltbekannten Drei Zinnen, an den Elferkofel, an den Haunold oder an die berühmten Pioniere des Alpinismus wie die Bergführerdynastie der Innerkofler, die Zsigmondy’s, Emilio Comici, u. a. Die Sextner Dolomiten waren weiters Schauplatz erbitterter und opferreicher Kämpfe während des Ersten Weltkrieges. Zahlreiche Spuren aus dieser Zeit weisen heute noch darauf hin. Das Gebiet der Sextner Dolomiten bietet dem Wanderer und Bergfreund eine Reihe von Möglichkeiten, von bequemen Ausflügen und Wanderungen bis zur extremen Klettertour. Denken wir etwa an die steil aufragenden Zinnenwände und an das bekannte Fischleintal, an das idyllische Innerfeldtal, an die einmaligen Lärchenwiesen und die kargen Fels- und Schuttkare. Die vielgestaltigen und abwechslungsreichen Lebensräume beherbergen auch eine vielfältige und artenreiche Pflanzen- und Tierwelt. Im Frühjahr faszinieren die farbenfrohen Wiesen, sobald die vielfältigen Blumen wie Krokusse, Primeln, Enziane und viele mehr anfangen zu blühen. Im Sommer stehen zwischen den bunten Wiesenblumen hohe Türkenbundlilien, Arnika, Akelei und Gemswurz. Der Abschluss erfolgt im Spätsommer mit der Blüte der Herbstzeitlose.
Naturpark Puez-Geisler Der Naturpark Puez - Geisler umfasst eine Gesamtfäche von rund 10.196 ha und erstreckt sich in den Gemeinden Abtei, Corvara, Villnöß, St. Martin in Thurn, St. Ulrich, St. Christina in Gröden und Wolkenstein in Gröden. Das Gebiet des Naturparks reicht vom Würzjoch im Norden bis zum Grödner Joch im Süden, im Osten reicht es vom Gadertal (Kampill und Untermoj) bis zum Villnösser und Grödner Tal im Westen. Im Naturpark Puez - Geisler kann man sämtliche für die Dolomiten typischen Gesteinsarten, Ablagerungsschichten und Verwitterungsformen finden.
Naturpark Trudner Horn Der Naturpark Trudner Horn wurde im Jahr 2000 erweitert und umfasst nunmehr eine Fläche von rund 6.870 ha, die auf die Gemeinden Altrei, Montan, Neumarkt, Salurn und Truden verteilt ist. Das Schutzgebiet befindet sich im südlich von Bozen gelegenen Landesteil, auf der orographisch linken Seite der Etsch, im Norden begrenzt durch die Ausläufer des Fleimstales, im Südosten durch das Cembratal und im Westen durch das Etschtal (von Neumarkt bis zur Salurner Klause). Von allen Naturparken Südtirols beherbergt dieser die artenreichste Flora und Fauna, da das Gebiet auch die submediterrane Klimazone in ihrer nördlichsten Ausbreitung umfasst.
Naturpark Schlern Eine Welt wie von Zauberhand geschaffen. Ein Pflanzenmeer wie nirgends sonst in den Dolomiten, Tiere uralter Vielfalt. Eine wunderschöne Wanderung durch Almwiesen, ein Fußbad am Gebirgsbach, eine Schwitzkur am Berghang, eine Geniesertour im Fels: im Naturpark Schlern gibt's das alles - für jeden, der sich in der Natur daheim fühlt. Der Naturpark Schlern umfasst eine Fläche von 5.850 ha. Kernstück des Naturparks ist der Schlern, der ein besonderes Wahrzeichen von Südtirol ist. Er bildet mit dem Landschaftsschutzgebiet Seiseralm (mit weiteren 6817 ha) eine untrennbare Einheit. Auch die Bergwälder um Völs, Seis und Tiers, sowie das Tschamintal gehören dem Naturpark an. In einer Geländemulde zu Füßen der Schlernwände liegt der bekannte Völser Weiher, ein wunderschöner Gebirgssee, der im Sommer zum Schwimmen und im Winter zum Eislaufen oder Eisstockschießen einlädt. Die Schönheit, Vielfalt und Eigenart dieses Gebietes ist außergewöhnlich und lädt zum Wandern, Bergsteigen, Klettern, Ausruhen und Genießen ein.
Sarntaler Alpen Das Gebiet der Sarntaler Alpen erfüllt alle Kriterien für die Ausweisung eines Naturparks Südtirols. Hier finden Sie keine kühne Dreitausender, spektakuläre Felswände oder gar Gletscher. Nur der Norden besitzt den Charakter eines Hochgebirges, das sich vom Ifinger im Westen hufeisenförmig bis zur Kassianspitze im Osten aufbaut. Gegen Süden klingen die Sarntaler Alpen in weiten Hochflächen aus: westlich der Tschögglberg, im Osten das weite Villanderer Almengebiet und im Süden das besiedelte Rittner Plateau. Die Sarntaler Alpen werden im Osten vom Eisack- und Jaufental und im Westen vom Etsch- und Passeiertal abgegrenzt und wird mit einer Gesamtfläche von über 40.000 ha der größte Naturpark Südtirols sein. Der geplante Naturpark erstreckt sich in den Gemeinden von Sarntal, Ritten, Hafling, Vöran, Mölten, Jenesien, Ratschings, Freienfeld, Franzensfeste, Vahrn, Brixen, Feldthurns, Klausen, Villanders und Barbian.