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Schloss Runkelstein in Bozen, eine herrliche Bilderburg

Schloss Runkelstein repräsentiert ein kostbares Erbe in der Stadt Bozen. Es wurde 1237 errichtet und besitzt noch zahlreiche Fresken, dank derer es möglich war, etwas über den Lebensstil und die Bräuche dieser Zeit zu erfahren. Nicht aus Zufall ist es auch unter dem Namen „Bilderburg” bekannt: Seine zahlreichen Fresken erzählen von Zimmer zu Zimmer Szenen aus dem Alltagsleben, von sportlichen Betätigungen und Hofunterhaltungen, die für das 14. Jahrhundert typisch waren. Seinen Bau hatten die Herren von Wangen in Auftrag gegeben: die Brüder Beral und Friedrich. Seine Lage auf einem Felsausläufer diente zur Kontrolle der Straße, die von der Stadt in das Sarntal führte.

Runkelstein in Bozen

Seine in Zimmer aufgeteilten Innenräume beschreiben das Leben am Hof und den bevorzugten Zeitvertreib des Adels dieser Epoche.

Unser Rundgang im Schloss Runkelstein beginnt mit dem „Zimmer der Liebespaare“, wo die Szene eines Kolbenturniers bewundert werden kann. Die Ritter sind mit schweren Streitkolben aus Holz bewaffnet und üben sich in diesem gefährlichen Sport, der jedoch nicht dazu gedacht war, den Gegner zu verletzen oder gar zu töten, sondern zur Unterhaltung der jungen Damen. Der Name „Zimmer der Liebespaare“ stammt von einigen Paaren, die unmittelbar unter der Turnierszene dargestellt sind.

Der „Turniersaal“ findet sich im dritten Stock und zeigt ein Lanzenturnier. Der Betrachter kann dort den Adel dieser Epoche beim Spiel mit dem Ball in einem Wald betrachten. Die schlanken Figuren mit taillierten Gewändern stellen die gotische Mode perfekt dar. Auf der rechten Wand finden sich Damen und Ritter, die sich bei einem eleganten Tanz vergnügen und dabei ihre luxuriösen Kleider zur Schau stellen.

Im „Wappenzimmer (einst „Zimmer der Spiele“ genannt) sind alte Wappen von Adelsgeschlechtern abgebildet. Dieser Raum ist aufgrund seiner Fresken, die mit der Technik der sog. Seccomalerei, also auf trockenem Verputz geschaffen wurden, leider nicht so gut erhalten wie die anderen.

Das in der Zeit am besten erhaltene Zimmer ist die „Badestube“ mit Fresken, die auf die Jahrhundertwende zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert zurückgehen. Ihre Decke konserviert noch das aus der Epoche stammende ursprüngliche und blau mit gelben Sternen bemalte Holz. Hier kann man die Abbildungen drapierter Stoffe bewundern, die mit Hirschen und Adlern verziert sind, sowie eine lange Arkadengalerie und das Wappen der Familie Vintler. Auch heute weiß man noch nicht mit Sicherheit, welchem Zweck die Badestube diente. Die jüngsten Forschungen weisen auf die Schreibstube des Schlosses hin.

Das „Mezzanin“ dagegen war der antike Rittersaal, in dem noch Spuren eines romanischen Rundbogenfensters sichtbar sind. Darüber findet sich ein Fresko, das erst vor kurzem entdeckt wurde und auf 1390 datiert wird.

Unter den wichtigsten Räumen ist sicher das „Tristan und Isolde Zimmer“ zu nennen, das von einer der schönsten Liebesgeschichten des Mittelalters erzählt. Die Szenen sind nicht einzeln dargestellt, sondern fortlaufend aufgebaut und lassen zwischen einem Bild und dem nächsten nur einige Landschaftselemente erblicken.

Das „Garelzimmer“ ist mit Szenen aus dem Roman „Garel vom blühenden Tal“ ausgestattet. Der Autor des 1230 erschaffenen Werks wurde „der Pleier“ genannt. Leider stürzte die Wand 1868 ein, wobei das Fresko schwer beschädigt wurde.

Das „Sommerhaus“ wurde in der Zeit von 1390 bis 1393 errichtet und war die Sommerresidenz der Familie Vintler. Seine besondere architektonische Form ist selten in den Burgen des späten Mittelalters zu finden, während sie in Stadtburgen ziemlich verbreitet ist. Besonders wichtig sind die „Triaden“ über der Balustrade, die Gruppen aus drei historischen Persönlichkeiten darstellen.

In der ursprünglich nur zweigeschossigen „Burgkapelle wurde erst im 14. Jahrhundert der obere Teil zum Wohnbereich umgestaltet. Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert wurde dieser leider als Abstellkammer genutzt und dabei kam es zu schweren Beschädigung seiner Fresken. Das, was heute noch zu bewundern ist, sind die Darstellungen der Heiligen Katharina von Alexandrien auf der Westwand.

Schloss Runkelstein ist mit dem Auto oder bequem und kostenlos mit dem Bus zu erreichen, der von Bozen (ab Waltherplatz) abfährt und die Passagiere direkt zum Schloss bringt.

Öffnungszeiten:
Von Dienstag bis Sonntag
10:00 – 18:00 Uhr

 

 

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