Neumarkt: Mittelalterliche Eleganz an der Weinstraße
Gegründet im Jahr 1189, entstand Neumarkt (Egna) einst als strategischer Handelsort im Südtiroler Unterland – an der Schnittstelle wichtiger Nord-Süd-Routen. Heute zählt dieses charmante Dorf zu den faszinierendsten Orten Südtirols, vor allem wegen seines laubengeschmückten historischen Zentrums, das jedes Jahr im August die beliebte „Laubenfest“ beherbergt.
Ein Spaziergang unter den Lauben von Neumarkt ist wie eine Reise ins Mittelalter – zwischen stattlichen Bürgerhäusern, Handwerksläden und authentischen, liebevoll erhaltenen Atmosphären.
Zwischen Pilgerherbergen, Burgen und gotischen Kirchen
Oberhalb des Ortes liegen die romantischen Ruinen von Schloss Kaldiff – einst Adelsresidenz, heute stiller Aussichtspunkt inmitten der Natur. Besser erhalten ist das Klösterle St. Florian, eine der wenigen noch bestehenden Pilgerherbergen im gesamten Alpenraum. Es wurde 1220 erbaut, um Reisende auf der Via Claudia Augusta zu beherbergen.
Im Zentrum steht die Pfarrkirche St. Nikolaus mit ihrem romanischen Turm und gotischem Innenraum – ein Ort, der die religiöse und künstlerische Seele Neumarkts bewahrt. Ebenfalls sehenswert ist das Museum für Alltagskultur, untergebracht in einem historischen Palais, das vom bürgerlichen Leben im 19. und 20. Jahrhundert erzählt.
Hier wächst Südtirols Blauburgunder
Die Umgebung Neumarkts ist ein geordnetes Mosaik aus Weinbergen und Obstgärten, in dem eine Rebsorte dominiert: der Blauburgunder, einer der edelsten Rotweine Europas. Jedes Jahr feiern Neumarkt und die umliegenden Dörfer diesen Ausnahmewein mit den „Südtiroler Blauburgundertagen“ – ein Pflichttermin für Weinfreunde.
Aber auch andere Veranstaltungen wie die Freilichtspiele im Südtiroler Unterland oder die Südtirol Running Tours bereichern das kulturelle Leben – Sport und Unterhaltung inmitten einer Landschaft, die vom ersten Moment an begeistert.
Neumarkt – wo unter Lauben die Zeit stillsteht
Neumarkt ist der ideale Ort für alle, die Authentizität und feine Kultur suchen. Ein Dorf, das stolz seine Identität bewahrt hat und Gästen echte Erlebnisse zwischen historischer Architektur, herzlicher Gastfreundschaft und ausgezeichneten Weinen bietet.
Wer zeitlose Atmosphäre liebt, wird sich Schritt für Schritt in Neumarkt verlieben.
Eppan an der Weinstraße: Wo die Landschaft nach Wein und Geschichte duftet
Eppan ist die größte Weingemeinde im Garten Südtirols und einer der faszinierendsten Orte an der Südtiroler Weinstraße. Eingebettet in sanfte Hügel mit gepflegten Rebreihen und historischen Bauernhöfen blickt der Ort auf eine Weintradition zurück, die bis vor das Jahr 1000 v. Chr. reicht. Das milde Klima und der porphyrreiche Boden schenken edle Trauben, aus denen Weine von außergewöhnlicher Finesse entstehen.
Heute beherbergt Eppan über 20 historische Weingüter, in denen die Leidenschaft für den Wein von Generation zu Generation weitergegeben wird. Jeder Schluck erzählt hier von der tiefen Verbundenheit zwischen Mensch und Landschaft, zwischen Kultur und Natur.
Burgen, Kirchen und Dörfer mit zeitlosem Charme

Zur Gemeinde Eppan gehören die Fraktionen St. Michael, St. Pauls, Girlan, Frangart, Unterrain, Missian, Montiggl, Perdonig und Gaid. Ein Gebiet voller Charme, bekannt für die außergewöhnliche Dichte an Burgen und historischen Residenzen: ganze 180 von insgesamt 800 in ganz Südtirol.
Zu den bekanntesten zählen Schloss Hocheppan, Schloss Boymont und Schloss Korb, verbunden durch den stimmungsvollen Drei-Burgen-Weg, einen Spaziergang im Grünen zwischen Türmen und Wehrmauern wie aus einem Märchenbuch.
Auch historische Kirchen fehlen nicht: die Wallfahrtskirche Maria Rast, die Kirche zur hl. Justina und der Kalvarienberg sind nur einige Beispiele. Das wahre Juwel aber ist die Pfarrkirche von St. Pauls, auch bekannt als der „Dom auf dem Lande“, Symbol für den Reichtum und das Prestige der einstigen Adelsfamilien. Ein Ort, der Spiritualität, Kunst und Geschichte in sich vereint.
Natur, Wanderungen und Seen zu jeder Jahreszeit
Eppan ist der ideale Ausgangspunkt für alle, die das Leben im Freien lieben. In der Umgebung warten Highlights wie die Eislöcher, wo selbst im Hochsommer kalte Luft strömt, und der Montiggler See, mit naturnahen Badeanlagen im Wald und glasklarem Wasser zum Schwimmen oder entspannten Paddeln.
Wer authentische Erlebnisse sucht, wird bei traditionellen Veranstaltungen fündig: vom Oktoberfest über die Kulturwochen in St. Pauls bis zum Weinkellereifest in Girlan und der eindrucksvollen Internationalen Burgenritt, einem Ereignis, das Sport, Eleganz und Geschichtsbewusstsein vereint.
Eppan, wo der Wein Geschichte erzählt und die Schönheit verzaubert
Eppan ist weit mehr als nur ein Weindorf. Es ist ein Ort, an dem jeder Winkel von Lebensqualität, authentischer Tradition und einer Landschaft zum Innehalten spricht. Ob Weinliebhaber, Geschichtsinteressierter, Wanderfreund oder einfach Ästhet – hier findet man seinen Platz.
Eppan wird nicht nur besucht – es wird genossen.

Aldein: Wo die Natur auf alpine Spiritualität trifft
Aldein liegt auf 1.225 m Meereshöhe und ist ein sonniges Juwel im Herzen des Gartens Südtirols, eingebettet zwischen Wäldern, jahrtausendealten Schluchten und gelebten Traditionen. Hoch über dem Oclini-Hochplateau gelegen und von spektakulären Landschaften umrahmt, ist es ein Ort, an dem die Zeit langsamer vergeht und die Natur den Besucher mit Stille und Harmonie empfängt.

Ein authentisches Dorf abseits des Massentourismus, wo man die Schönheit der kleinen Dinge neu entdeckt: der Duft der Lärchen, das Plätschern des Wassers in alten Mühlen, die überlieferten Sagen aus längst vergangenen Zeiten.

Zwischen Museen, Mühlen und Glaubensorten
Ein Spaziergang durch Aldein offenbart eine intime und ruhige Atmosphäre. Das kleine Gemeindemuseum zeigt barocke und rokokozeitliche sakrale Objekte, entlang des Thalbachs trifft man auf restaurierte Mühlen, die das bäuerliche Erbe der Region wieder lebendig machen.
Spirituelles Zentrum des Ortes ist der Wallfahrtsort Maria Weißenstein, eingebettet in die Wälder und seit Jahrhunderten Ziel von Pilgerreisen. Die weiße Fassade zählt zu den bekanntesten Ansichten der Gegend.
Der Bletterbach: Canyon und Fossilien einer versunkenen Welt
Ein absolutes Muss ist die Erkundung der Bletterbachschlucht, eines der spektakulärsten Geotope der Dolomiten und UNESCO-Weltnaturerbe. Dieser natürliche Canyon erzählt anhand von Gesteinsschichten, Fossilien und urzeitlichen Reptilienfunden 250 Millionen Jahre Erdgeschichte.
Im nahegelegenen Ortsteil Radein vertieft das Geologische Museum das Naturerlebnis mit einer beeindruckenden Sammlung und Führungen, die die Schlucht zu einer Zeitreise machen.
Wandern im Sommer und Langlauf im Winter
Im Sommer ist Aldein ein Paradies für alle, die Panoramawanderungen lieben – etwa rund um das Weiße Horn und das Schwarze Horn – oder entspannte Radtouren durch die Wälder des Naturparks Trudner Horn, bekannt für seine beeindruckende Pflanzenvielfalt.
Im Winter lädt das Familienskigebiet Jochgrimm Skifahrer und Langläufer ein: ruhig, authentisch und fernab des Trubels. Die Höhenloipen führen durch stille Winterlandschaften – ideal, um sich selbst wiederzufinden.
Aldein – ein Rückzugsort voller alpiner Stille und Authentizität
Aldein lädt ein, das Tempo zu drosseln, der Natur zu lauschen und sich von der Einfachheit einer berührenden Landschaft verzaubern zu lassen. Perfekt für alle, die Wandern, Spiritualität, Geologie und alpine Ursprünglichkeit suchen. Ein Ort, der im Herzen bleibt.
Kaltern an der Weinstraße: Weinberge, Kultur und der beliebteste See Südtirols
Kaltern an der Weinstraße zählt zu den beliebtesten Orten Südtirols – eingebettet in sanfte Weinberge und gelegen am Ufer des berühmten Kalterer Sees. Die Gemeinde besteht aus neun Fraktionen und bietet spektakuläre Ausblicke am Fuße des Mendelkamms – ein Ort voller Natur, Tradition und Genuss.

Ein Ortskern mit südlichem Flair
Das Herz Kalterns zeichnet sich durch den typischen Überetscher Baustil aus, der sich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts entwickelte und dem Ort eine zeitlose Eleganz verleiht. Beim Bummel durch das Zentrum gelangt man auf den lebhaften Marktplatz, gesäumt von Straßencafés und Restaurants mit sonnigen Terrassen. Hier stehen auch die Pfarrkirche mit ihrem 72 Meter hohen Turm und der Dorfbrunnen, ein Symbol des lokalen Stolzes.
Nur wenige Schritte vom Marktplatz entfernt befindet sich das Südtiroler Weinmuseum, in dem alte Weinpressen, Holzfässer und Geräte zur langen Weinbautradition der Region ausgestellt sind.
Im Sommer erwacht Kaltern mit Veranstaltungen zum Leben, die Region und Kultur zelebrieren: die bekannten „Langen Donnerstage“ mit abendlichem Shopping, die Filmreihe im Schloss Windegg, bei der sich der Innenhof in ein Open-Air-Kino verwandelt, und die Seebühne, die an warmen Abenden für stimmungsvolle Events sorgt.
Der Kalterer See: Die blaue Seele des Ortes
Die Hauptattraktion Kalterns bleibt sein wunderschöner See – der wärmste der Alpen. Hier kann man schwimmen, in den Badeanstalten sonnenbaden, Wassersport treiben oder einfach entspannt am Ufer sitzen und die Aussicht genießen.
Rund um den Kalterer See führen Radwege und Wanderpfade durch die Natur. Und wer gerne wandert, sollte die Ruinen von Leuchtenburg und Schloss Pfatten nicht verpassen – sie bieten einen atemberaubenden Blick ins Tal.
Der Mendelpass: Der „Hausberg“ Kalterns
Auf der gegenüberliegenden Seite des Sees erhebt sich der Mendelpass, ein Aussichtspunkt, der über eine kurvenreiche Straße mit dem Auto oder mit der historischen Mendelbahn erreichbar ist – eröffnet im Jahr 1903. Sie ist die längste und steilste Standseilbahn Europas und eine Attraktion für sich. Sie verbindet Kaltern mit dem Hochplateau über dem Ort, das einst ein beliebter Sommerfrische-Ort der mitteleuropäischen Aristokratie war.
Margreid: Zwischen jahrhundertealten Reben und architektonischer Schönheit
Das Weindorf Margreid im Südtiroler Unterland liegt am Fuß der Felswände des Fennbergs und zählt zu den stimmungsvollsten historischen Ortskernen Südtirols. Erstmals 1181 urkundlich erwähnt, hat sich Margreid ein authentisches und gepflegtes Erscheinungsbild bewahrt, in dem gotische, renaissancezeitliche und barocke Elemente aufeinandertreffen – ein architektonisches Zusammenspiel, das den Ort zu einem wahren Juwel macht.
Der stille Charme eines Dorfes aus vergangenen Zeiten
Beim Spaziergang durch Margreid begegnet man eleganten Rundbogentoren, gotischen Fenstern und alten Adelssitzen, die von einer langen Geschichte erzählen. Besonders beeindruckend ist die Pfarrkirche, deren Baukörper sich beidseits der Straße erstreckt und deren Turm schlicht, aber imposant wirkt.
Ein Highlight ist die jahrhundertealte Rebe von Margreid – mit über 400 Jahren gilt sie als älteste Weinrebe Europas. Sie ist ein lebendiges Symbol der tief verwurzelten Weinkultur, die hier jeden Aspekt des Alltags prägt.
Natur, Entspannung und Wege für jeden Geschmack
Die Umgebung von Margreid besticht durch sanfte, gepflegte Landschaften, ideal für leichte Wanderungen, Panoramaspaziergänge oder Radtouren durch Apfelgärten und Weinreben. Wer sportliche Herausforderungen sucht, kann die Klettersteigroute am Fennberg erklimmen – mit spektakulären Ausblicken und einem Hauch Adrenalin.
Nur wenige Schritte vom Dorf entfernt liegen einzigartige Naturziele wie das Biotop Fennberger See, Lebensraum von über 35 Orchideenarten, oder das Alte Etschufer, ein stiller Weiher im ehemaligen Flusslauf. Ebenfalls sehenswert ist der Regenstein, eine Felsformation, die durch Kalkablagerungen dauerhaft feucht und glänzend erscheint.
Margreid – ein eleganter Rückzugsort im Südtiroler Unterland
Margreid verbindet den Stil nobler Baukunst mit der Einfachheit ländlichen Lebens, eingebettet in eine Landschaft, die zur Ruhe einlädt und zum bewussten Erleben jedes Details. Ein Ort für alle, die Stille, Kultur und eine tiefe Verbindung zum Weinland Südtirol suchen.
Auer: Zwischen Weinreben und südlichem Charme
Im Herzen des Etschtals liegt Auer – heute ein ruhiges Dorf mit ausgeprägter Weinbautradition, das sich seinen ländlichen Charakter bewahrt hat. Beim Spaziergang durch den Ort begegnet man mediterran anmutenden Gebäuden, Natursteinmauern und engen Gassen, die sich zwischen Höfen, Lauben und alten Bauernhäusern winden. Das milde Klima und die entspannte Atmosphäre verleihen dem Ort einen Hauch südlichen Flairs, der zum Entschleunigen und Genießen einlädt.

Ein historischer Ortskern zum Entdecken
Im Zentrum des Dorfes befindet sich das ehemalige Schloss Auer, einstiger Sitz der Herren von Auer. Heute gehört das Gebäude der Familie Fioreschy und ist als Residenz Fioreschy bekannt.
Der historische Ortskern ist lebendig und einladend, geprägt von Cafés und familiengeführten Hotels, in denen hausgemachte Kuchen und Südtiroler Spezialitäten serviert werden. Für kulinarische Höhepunkte sorgen Veranstaltungen wie die bekannten Weinverkostungstage im Südtiroler Unterland, bei denen über 120 Weine von 25 lokalen Kellereien zur Degustation bereitstehen.
Zwischen Weinbergen, Palmen und Naturerlebnissen
Auer liegt in einer Weinlandschaft, die von der Rebe geprägt ist: grüne Hügel, ordentlich gezogene Reihen und exotische Pflanzen wie Palmen, Zitronen und Feigen zeugen von einem milden Klima und der tiefen Verbindung zur Qualitätsweinproduktion.
Naturliebhaber finden hier zahlreiche Wege zum Wandern, Radfahren oder Nordic Walking. Ein besonderes Ziel ist die Erholungszone Castelfeder – ein Fleck unberührter Natur, in dem sich zwischen submediterraner Flora die Ruinen einer uralten Festung verbergen. Ein Ort, der Geschichte atmet und tief mit dieser Gegend verwurzelt ist.
Ein kleines Juwel im Garten Südtirols
Auer verkörpert die Essenz des Südtiroler Unterlands: exzellente Weine, sonnige Landschaften, bäuerliche Traditionen und herzliche Gastfreundschaft. Ein Dorf, in dem jede Jahreszeit ihren eigenen Duft hat und jede Ecke eine Geschichte erzählt – ideal für alle, die Authentizität, gutes Essen und Natur suchen.
Kurtatsch: Zwischen Geschichte, Wein und Landschaften zum Entdecken
Im Herzen des Südtiroler Unterlands, eingebettet zwischen sonnenverwöhnten Hügeln und gepflegten Weinbergen, liegt die Gemeinde Kurtatsch auf 333 m Meereshöhe. Dieses malerische Dorf umfasst die Fraktionen Entiklar, Graun, Hofstatt, Fennberg, Penon und Kurtatsch selbst – jede mit eigenem Charakter und besonderem Reiz. Erste urkundliche Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1191, und bis heute prägen alte Höfe und herrschaftliche Ansitze das Ortsbild – stille Zeugen einer langen bäuerlichen Geschichte.
Ein Museum über den Menschen und seine Zeit
Im historischen Zentrum befindet sich ein kleines kulturelles Juwel: das Museum Zeitreise Mensch, untergebracht in einem der ältesten Höfe des Dorfes. Die Ausstellung führt durch die Geschichte des Gartens Südtirols – von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Ein Muss für alle, die die historische und kulturelle Identität dieser Region hautnah erleben möchten.
Abgerundet wird das kulturelle Angebot durch die Pfarrkirche St. Vigil, die bereits 1337 erwähnt wurde und mit ihrer schlichten Erscheinung und spirituellen Bedeutung das Dorf bereichert.
Weinland mit Tradition
Kurtatsch ist tief mit dem Weinbau verbunden: Die Weinberge nehmen rund 330 Hektar der Gemeindefläche ein. Das günstige Klima und die Vielfalt der Rebsorten machen die Region zu einem der hochwertigsten Weinbaugebiete Südtirols.
Unter den drei Kellereien ragt besonders jene von Schloss Turmhof heraus – bekannt nicht nur für ihre ausgezeichneten Weine, sondern auch für den Märchengarten, einen Themenpfad zwischen den Reben, der Besuchern die Vielfalt der Trauben und die Besonderheiten des Terroirs näherbringt. Der höchstgelegene Weinberg von Kurtatsch, der zu dieser Kellerei gehört, steht exemplarisch für den hochgelegenen Qualitätsweinbau und bietet spektakuläre Ausblicke ins Tal.
Kurtatsch: Wo Natur und Kultur sich begegnen
Ob man edle Weine verkosten, in die lokale Geschichte eintauchen oder zwischen Reben mit Dolomitenblick wandern möchte – Kurtatsch empfängt seine Gäste mit Authentizität, mildem Klima und echter Südtiroler Gastfreundschaft. Ein Ort, an dem jeder Winkel etwas erzählt und jeder Schluck Wein nach Tradition schmeckt.
Andrian: Verborgene Ruhe im Unterland
Zu den kleinsten und ursprünglichsten Orten im Unterland zählt Andrian – ruhig gelegen auf 285 m Meereshöhe am Fuß des markanten Mendelkamms. Umgeben von sonnigen Hängen, dichten Wäldern und gepflegten Weinbergen, ist Andrian der ideale Ort für entspannte Urlaubstage fernab vom Trubel.
Neben der Herzlichkeit der Menschen, die jeden Aufenthalt besonders macht, überzeugt das Dorf mit mittelalterlichen Bauwerken, vielfältigen Freizeitmöglichkeiten und einer natürlichen Gelassenheit.
Zwischen Geschichte und Naturerlebnis
Ein Highlight im Sommer ist das idyllisch gelegene Freibad von Andrian, direkt am Waldrand und mit Blick auf die umliegenden Reben. Doch auch historisch hat der Ort einiges zu bieten: die Ruinen von Schloss Wolfsthurn, die auf einem Felsvorsprung thronen, erinnern an eine lange Vergangenheit. Daneben warten weitere Ruinen und Wehranlagen darauf, entdeckt zu werden.
Zahlreiche Wanderwege führen durch Kastanienhaine und Obstwiesen, vorbei an alten Höfen, kleinen Kapellen und immer wieder zu beeindruckenden Aussichtspunkten.
Weinkultur und sportliche Vielfalt
Andrian ist bekannt für seinen Weinbau – hier befindet sich eine der ältesten Kellereien Südtirols, gegründet 1893 und heute Teil der Kellerei Terlan. Eine ideale Gelegenheit für Weinverkostungen und kulinarische Erlebnisse, eingebettet in ein malerisches Landschaftsbild.
Das Dorf ist von einem dichten Netz an Wanderwegen durchzogen, das sich perfekt für Spaziergänge und Radtouren eignet. Besonders beliebt bei Radsportfans: das traditionelle Radrennen am 1. Mai, das jedes Jahr zahlreiche Teilnehmer und Zuschauer begeistert.
Andrian: Ein Ort zum Innehalten und Auftanken
Ideal für alle, die Ruhe und Ursprünglichkeit suchen: Andrian begeistert mit authentischer Atmosphäre, liebevollen Details und herzlicher Gastfreundschaft. Ob historisch interessiert, naturverbunden oder genussfreudig – dieses Kleinod im Südtiroler Unterland überrascht mit stiller Schönheit und echter Lebensqualität.
Mölten – das sonnige Hochplateau mit Weitblick
Mölten liegt auf rund 1.100 m Höhe am Tschögglberg, zwischen Bozen und Meran. Wer den Alltagsstress hinter sich lassen möchte, ist hier genau richtig: Das sonnenreiche Hochplateau ist wie gemacht zum Durchatmen. Die Wälder rund um Mölten bestehen größtenteils aus Lärchen – und im Herbst verwandeln sie das ganze Plateau in ein goldfarbenes Naturbild.
Wandern mit Panoramablick
Von Mölten aus starten zahlreiche gemütliche Wanderungen, die für alle Altersgruppen geeignet sind. Besonders beliebt sind die Wege zum Möltner Kaser, zu den Stoanernen Mandln oder zur Lärchenwiese – allesamt mit atemberaubender Aussicht auf das Etschtal und die Dolomiten. Auch Reitausflüge oder Touren mit dem Mountainbike sind möglich.
Südtirol erleben, wie es früher war
In Mölten ticken die Uhren noch etwas langsamer. Das Dorfleben ist bodenständig, die Menschen herzlich. Es gibt keine Hektik, dafür viel Raum für echte Begegnungen – sei es beim Törggelen, bei einem Fest oder beim Einkaufen regionaler Produkte direkt beim Bauern.
Ein Geheimtipp für Erholungssuchende
Wer Ruhe, Ursprünglichkeit und Natur sucht, wird sich in Mölten sofort wohlfühlen. Hier sind es die kleinen Dinge, die zählen: das Lichtspiel der Sonne, das Rascheln der Lärchen, der Duft von Heu – und der Blick, der weit über das Land schweift.
Salurn: Wo Südtirol auf das Trentino trifft
Salurn, die südlichste Gemeinde des Südtiroler Unterlands, markiert die Schwelle zu Südtirol – hier beginnt der italienischsprachige Raum und damit symbolisch die Grenze zwischen zwei Kulturen. Das Dorf bildet den Endpunkt der Südtiroler Weinstraße und ist ein Ort voller geschichtlicher, kultureller und landschaftlicher Eindrücke.
Die Ursprünge Salurns reichen bis in die Bronzezeit zurück, wie zahlreiche archäologische Funde belegen. Auch zur Zeit des Römischen Reiches war die Gegend besiedelt und ein wichtiger Durchzugsort.
Ein historischer Ortskern voller Adel und Tore
Salurn liegt auf 224 m Meereshöhe und ist von den höher gelegenen Fraktionen Buchholz und Gfrill umgeben, die herrliche Ausblicke ins Tal bieten. Das Zentrum des Ortes wird geprägt von herrschaftlichen Residenzen und Adelspalästen, die von einer eleganten und einflussreichen Vergangenheit zeugen.
Ein besonderes Merkmal Salurns sind die zahlreichen historischen Tore aus Stein oder kunstvoll gearbeitetem Holz, oft mit dekorativen Elementen verziert. Einmal jährlich, zu Pfingsten, stehen diese im Mittelpunkt der „Torfesttage“ – eine Gelegenheit, verborgene Innenhöfe, nostalgische Atmosphäre und die kulinarischen Spezialitäten der Region zu entdecken.
Haderburg und der Dürerweg
Hoch über dem Ort thront auf einem Felsvorsprung Schloss Haderburg, das Wahrzeichen Salurns. Die im 13. Jahrhundert erbaute Burg ist heute zugänglich und Schauplatz kultureller Veranstaltungen, Mittelalterfeste und Konzerte. Von hier aus bietet sich ein eindrucksvoller Blick über die Etschebene – mit Weinbergen, Wäldern und Bergen.
Die Geschichte ist in Salurn allgegenwärtig: Napoleon Bonaparte, Martin Luther und Albrecht Dürer reisten durch das Dorf. Letzterem ist der berühmte Dürerweg gewidmet, der Salurn mit dem Trentino-Ort Segonzano verbindet – ein malerischer Wanderweg, der den Spuren des Malers auf seinem Weg nach Venedig folgt.
Kunst zwischen Natur und Inspiration
In der Fraktion Buchholz lohnt sich ein Besuch im Skulpturengarten, auch bekannt als Garten der Wünsche. Die Künstlerin Sieglinde Tatz-Borgogno hat hier über 200 Skulpturen aus Marmor und Bronze zwischen Pflanzen und Bäumen installiert. Je nach Lichtstimmung wirken die Werke anders – ein meditatives Erlebnis voller Magie.
Salurn ist weit mehr als ein Durchgangsort: Es ist ein Ort, an dem Geschichte auf Natur trifft, an dem mitteleuropäische und italienische Kultur ineinanderfließen und an dem jeder Winkel eine Geschichte erzählt. Ein Dorf zum Innehalten – mit einem Glas Wein in der Hand und einem Blick auf Landschaften, die Jahrhunderte von Zivilisation widerspiegeln.