Schlanders: Lebendiges Herz des Vinschgaus
Auf halbem Weg zwischen dem Reschenpass und der Kurstadt Meran liegt, eingebettet in die sonnige Landschaft des Vinschgaus, der Ort Schlanders – Hauptort des Tals und ein beliebter Anlaufpunkt für alle, die das authentische Südtirol erleben möchten. Zum Gemeindegebiet gehören auch die Fraktionen Kortscher, Göflan, Vetzan, Nördersberg und Sonnenberg – jede mit eigenem Charme und besonderen Reizen.
Ein rekordverdächtiger Kirchturm und eine Kirche voller Kunst
Das Wahrzeichen von Schlanders ist unverkennbar: der Kirchturm der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, mit 98 Metern der höchste im ganzen Tirol. Nach der Zerstörung im Jahr 1499 wurde er 1505 in schlanker Form neu errichtet. Die barocke Kirche selbst bewahrt noch gotische Elemente wie das Marmorportal von 1482. Im Inneren beeindrucken die Fresken des Malers Adam Mölk aus dem Jahr 1759.
Kontrastreiche Landschaften: Gletscher, Kastanien und Weinberge
Von oben betrachtet wirkt Schlanders wie ein harmonisches Mosaik vielfältiger Landschaften. Am Sonnenberg gedeihen Weinreben und Kastanienbäume, während der Nördersberg – teils im Nationalpark Stilfserjoch gelegen – mit dichten Wäldern und grünen Almen lockt. In wenigen Kilometern wechselt die Kulisse von kultivierten Tälern zu alpinen Hochgebirgswelten.
Geschichte, Kultur und verborgene Baukunst
Schlanders birgt zahlreiche historische und künstlerische Zeugnisse. Die kleine Kirche St. Ingenuin aus dem Jahr 1148 bewahrt seltene Fresken – darunter eine der wenigen Darstellungen des Ortes vor der verheerenden Überschwemmung von 1731. Aufgrund ihrer erhöhten Lage blieb sie vom Wasser verschont. Die nach der Katastrophe errichtete Schutzmauer dient heute als ruhiger Panoramaweg.
Weitere historische Gebäude laden zum Entdecken ein:
- das Rathaus
- das Café Steiner mit Fassadenmalerei
- ein Renaissance-Schlösschen mit Bibliothek
- das Haus Matscher mit Turm
- der Loretzhof
Auch wenn viele Gebäude später restauriert wurden, bewahrt die Fraktion Kortsch ihre ursprüngliche Identität. Hier befinden sich die St.-Laurentius-Kirche (1302), unter der archäologische Funde gemacht wurden, sowie die St.-Johannes-Kirche, in der karolingische Wandfragmente sorgsam freigelegt wurden.
Altstadtflair zwischen Kultur und Einkauf
Schlanders ist zugleich ein lebendiger Kultur- und Einkaufsort. In malerischen Gassen findet man Handwerksbetriebe, gemütliche Cafés und typische Restaurants, die regionale und italienische Küche servieren. Von Mitte Juli bis Mitte August sorgen die bekannten „Langen Freitage“ mit verlängerten Öffnungszeiten und Sommerabend-Stimmung für ein besonderes Flair im Zentrum.
Schlanders: Wo Schönheit auf Schritt und Tritt begegnet
Schlanders ist ein Ort zum Erleben und Entdecken, wo Kunst, Natur und Traditionen harmonisch ineinanderfließen. Seine Fraktionen, die landschaftlichen Kontraste, das kulturelle Erbe und die herzliche Gastfreundschaft machen diesen Ort im Vinschgau zu einem kleinen Universum voller Überraschungen. Ob Wanderer, Genießer oder Entdecker – Schlanders wird Sie begeistern.
Trafoi am Ortler: Schnee, Stille und Freiheit im Vinschgau
Am Fuße des Ortlers ist das charmante Trafoi eine kleine Perle Südtirols – ideal für alle, die den Winter in den Bergen authentisch und naturnah erleben möchten. Hier spielt die unberührte Natur die Hauptrolle: majestätisch, still und kraftvoll.
Das Skigebiet von Trafoi liegt auf 1.570 bis 2.250 Metern Höhe und gehört zur Ortler Skiarena. Es bietet vielfältige Wintersportmöglichkeiten in ruhiger Atmosphäre – fernab vom Massentourismus.
Ein Berg – viele Wintererlebnisse
Trafoi ist perfekt für alle, die Schneespaß ohne Trubel suchen. Zur Auswahl stehen:
- Skifahren und Snowboarden
- Langlaufen
- Skitouren
- Rodeln
- Winter- und Schneeschuhwanderungen
Alle Aktivitäten finden in beeindruckender Naturkulisse statt – zwischen verschneiten Wäldern und Postkartenpanoramen.
Snowboard-Fans dürfen sich auf spannende Off-Piste-Abfahrten freuen: die Hänge rund um Trafoi bieten ideale Bedingungen für Adrenalin und Freiheit in sicherem Rahmen.
Langläufer erwartet eine 6 Kilometer lange Loipe mit 150 Höhenmetern, die direkt im Dorf beginnt und durch ruhige Wälder und traumhafte Landschaften führt – ideal zum Abschalten und Auftanken.
Familien und Genießer kommen auf den 5 km Rodelbahn sowie auf den zahlreichen Winterwanderwegen voll auf ihre Kosten: Die Stille des Schnees verstärkt die Magie der Umgebung.
Komfort und Genuss für Skifans
In Trafoi finden Sie alles für ein entspanntes Wintererlebnis:
- Skischulen mit erfahrenen Lehrern
- Skiverleih direkt vor Ort
- Hütten und Einkehrmöglichkeiten mit regionaler Küche und Ausblick
Trafoi ist die perfekte Wahl für alle, die den Winter echt und naturnah erleben wollen – klein, fein und voller Möglichkeiten für aktive und ruhesuchende Wintergäste.
Sulden: Schnee, Adrenalin und Panoramablicke auf 3.250 Metern
Am Fuße des mächtigen Ortler-Massivs zählt das Skigebiet Sulden zu den spektakulärsten Winterzielen Südtirols. Als Teil der Ortler Skiarena bietet es 40 Kilometer bestens präparierte Pisten, eingebettet in eine eindrucksvolle alpine Kulisse.
Dank der Höhenlage und reichlich Naturschnee ist die Skisaison lang und zuverlässig – mit Abfahrten bis auf 3.250 Meter Höhe.
Moderne Infrastruktur für maximalen Komfort
Die Anlagen in Sulden sorgen für einen reibungslosen Ablauf:
- 1 Seilbahn
- 6 Sessellifte
- 3 Schlepplifte
- Förderkapazität von bis zu 14.000 Personen pro Stunde
Die Pisten „Pulpito“ und „Orso“ sind zusätzlich mit technischer Beschneiung ausgestattet, um jederzeit optimale Bedingungen zu gewährleisten.
Ein Winterparadies für alle Schneeliebhaber
In Sulden können Sie alpines Skifahren in all seinen Facetten erleben – auf abwechslungsreichen, technisch anspruchsvollen Pisten für Anfänger und Könner. Auch Snowboarder kommen im modernen Funpark voll auf ihre Kosten – ein Treffpunkt für Rider aus ganz Europa.
Langläufer erwartet auf 1.900 Metern Höhe eine 8 Kilometer lange Naturschneeloipe. Die FIS-zertifizierte Strecke ist sowohl für Hobbysportler als auch für Profiathleten geeignet.
Skitourengeher finden rund um den Ortler und die Königsspitze eindrucksvolle Routen durch hochalpine Landschaften.
Wer es lieber gemütlich mag, kann sich auf die 2 km lange Rodelbahn freuen – dreimal pro Woche von 18 bis 23 Uhr beleuchtet. Ideal für einen stimmungsvollen Abend im Schnee.
Vertikale Erlebnisse: Eisklettern in Sulden
Ein besonderes Highlight ist das Eisklettern, das Sie in Begleitung erfahrener Bergführer sicher ausprobieren können. Ein Abenteuer, das neue Perspektiven auf die Bergwelt eröffnet.
Wer Ruhe sucht, kann winterliche Spaziergänge durch zauberhaft verschneite Landschaften unternehmen – ein Genuss für alle Sinne.
Sulden ist mehr als ein Skigebiet – es ist ein Winterrefugium voller sportlicher Herausforderungen, intensiver Naturerlebnisse und bleibender Eindrücke.
Maseben: Skifahren wie früher – in Ruhe und Natur
Ursprünglich, authentisch und fernab vom Massentourismus: Das kleine Skigebiet Maseben ist der perfekte Ort für alle, die die Ruhe der Alpen suchen – eingebettet in eine märchenhafte Winterlandschaft.
In einem Seitental des Vinschgaus gelegen, nur wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt, überzeugt Maseben mit familiärer Atmosphäre und direktem Naturkontakt. Ideal für alle, die frei und ungestört Ski fahren möchten – ohne Warteschlangen und mit traumhaftem Blick auf unberührte Bergwelten.
10 Pistenkilometer – ganz entspannt
Maseben bietet 10 Kilometer bestens gepflegte Pisten und 3 Aufstiegsanlagen. Die günstige Lage sorgt für eine hervorragende Naturschneelage – perfekte Bedingungen für Skitage in einem stimmungsvollen Ambiente.
Die kaum frequentierten Abfahrten eignen sich sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Skifahrer, die Wert auf Weite und flüssige Linien legen. Für Abenteuerlustige gibt es zudem zahlreiche Möglichkeiten für Skitouren und Freeride-Abfahrten – sicher und abseits des Trubels.
Ein Paradies für Langläufer
Neben dem alpinen Skisport ist Maseben auch bei Langlauf-Fans beliebt. Die Loipen führen durch stille, unberührte Natur – ideal zum Trainieren oder einfach zum Genießen der winterlichen Bergwelt.
Ein Skipass – viele Möglichkeiten
Maseben gehört zur Ortler Skiarena, einem Zusammenschluss mehrerer Skigebiete in Südtirol. Mit nur einem Skipass können Sie auch andere nahegelegene Skigebiete wie Sulden, Trafoi oder Watles erkunden – bequem und vielfältig, ohne Kompromisse bei der Qualität.
Egal ob Sie einen Winterurlaub zum Entspannen, für Abenteuer oder zum Entdecken suchen – Maseben wird Sie überraschen. Hier wird jede Abfahrt zur Einladung, innezuhalten und den authentischen Südtiroler Winter zu genießen.
Schöneben-Haideralm: Das große Skigebiet im Vinschgau
Zwei Gebiete, ein einziges großes Erlebnis. Das neue Skigebiet Schöneben-Haideralm, Teil der Ortler Skiarena, vereint das Beste zweier traditionsreicher Orte im Obervinschgau zu einem vollständigen und unvergesslichen Wintererlebnis mit Blick auf den eindrucksvollen Reschensee.
Mit 50 Pistenkilometern und modernen Aufstiegsanlagen bis auf 2.700 Meter ist das Gebiet ideal für Skifahrer, Familien, Abenteurer und Naturliebhaber.
50 Pistenkilometer für jede Leidenschaft
Das Skigebiet bietet:
- 8 Aufstiegsanlagen in Schöneben (bis 2.500 m)
- Seilbahn ab der Haideralm (von 1.470 bis 2.700 m)
- Breites Pistenangebot für Anfänger und Profis
- Ideale Bedingungen für Freeride, Snowboard, Carving und Skitouren
Und das ist noch nicht alles. In Schöneben–Haideralm kann man viele weitere Wintersportarten ausüben:
- Langlauf
- Snowkiten
- Rodeln
- Eislaufen
- Schneeschuhwandern
- Eisklettern
- Sleddog
- Winterwandern
- Paragleiten
- Pferdeschlittenfahrten
Viele Services für Sportbegeisterte und Familien
Das Gebiet ist auf maximalen Komfort ausgerichtet:
- Gratis Skibus mit schnellen Verbindungen zu den Pisten (ca. 30 Minuten)
- Qualifizierte Skischulen für Erwachsene und Kinder
- Sportgeräteverleih direkt vor Ort
- Après-Ski und gemütliche Lokale für entspannte Stunden nach dem Skitag
Skifahren lernen in perfektem Umfeld
Ob erste Schwünge oder Technik verbessern – die Skischulen in Schöneben und auf der Haideralm bieten Kurse für jedes Niveau, mit erfahrenen und geduldigen Lehrern. Der Verleih direkt im Skigebiet macht es besonders einfach – vor allem für Familien mit Kindern.
Schöneben-Haideralm steht für die perfekte Verbindung aus Sport, Entspannung und alpinem Panorama. Ein großes Skigebiet mit viel Herzlichkeit – für unvergessliche Wintertage im Vinschgau.
Aktivsommer im Vinschgau: Natur, Kultur und Abenteuer
Wenn sich der Vinschgau in sattes Grün hüllt und der Sommer in voller Farbenpracht erblüht, ist die perfekte Zeit für einen aktiven Urlaub gekommen. In diesem einzigartigen Tal Südtirols erzählt jeder Weg und jeder Tritt in die Pedale von Geschichten, Emotionen und Ausblicken, die im Herzen bleiben.

Waalwege & Themenpfade: Wanderungen durch Raum und Zeit
Im Vinschgau sind Wanderungen mehr als einfache Spaziergänge. Sie sind Zeitreisen durch unberührte Landschaften und Spuren der Geschichte – ideal für Familien, Genießer oder Kulturinteressierte.
Ein echtes Highlight? Die Spaziergänge entlang der Waale, uralten Bewässerungskanäle, die in Stein oder Erde gegraben und früher mit hölzernen Rinnen („Kandln“) ergänzt wurden. Auf diesen Pfaden wandern Sie durch schattige Wälder und duftende Obstgärten – und kannst dir vorstellen, wie die Bauern einst lebten und arbeiteten.
Übrigens: Viele Waale sind noch heute in Betrieb und von gut markierten Wegen begleitet – ideal auch für Kinder.
Vinschgau auf zwei Rädern: 80 km Freiheit
Radfahren gehört zu den beliebtesten Sommeraktivitäten im Vinschgau. Kein Wunder: mehr als 80 km Radwege, ein trockenes Klima mit rund 300 Sonnentagen im Jahr und eine hervorragende Kombination aus Zug und Rad machen es möglich.
Ein besonders schöner Abschnitt folgt dem Verlauf der Via Claudia Augusta, der antiken Römerstraße zwischen Italien und Deutschland. Dank des sanften Gefälles und der spektakulären Kulisse ist sie sowohl für Einsteiger als auch erfahrene Radreisende geeignet.
Ein radfreundliches Tal
Wer den Vinschgau mit dem Fahrrad erkundet, profitiert von perfekt abgestimmten Services: Bei den Verleihstellen mit dem Label „Südtirol Rad“ können Sie Ihr Fahrrad flexibel zwischen Meran und Mals abgeben – unkompliziert und komfortabel.
Viele bikefreundliche Hotels bieten besondere Annehmlichkeiten: sichere Abstellräume, Waschplätze, kleine Werkstätten, energiereiche Frühstücke und sogar Trockenräume für Funktionskleidung. Wer lieber geführt unterwegs ist, kann sich an lokale MTB-Guides wenden – für Erlebnisse abseits der bekannten Routen.
Unabhängig unterwegs: Für selbstorganisierte Radurlauber
Planen Sie Ihre Routen lieber individuell? Kein Problem: In den Hotels oder Infobüros erhalten Sie detaillierte Radkarten mit Strecken in verschiedenen Schwierigkeitsgraden und praktischen Tipps für eine sichere Tour.
Tipp: Für Familien eignet sich besonders die leicht abfallende Strecke von Mals nach Meran – entspannt, landschaftlich reizvoll und ideal für kleine Radfans.
Entdecke den Vinschgau – Schritt für Schritt
Der Vinschgau lädt dazu ein, Grenzen zu überschreiten – geografisch, sprachlich und kulturell. Ob Wanderer, Radfahrer oder Naturfreund: Hier finden Sie ein Stück Südtirol, das Sie begleitet – Schritt für Schritt, Pedaltritt für Pedaltritt.
Lasen Sie sich inspirieren und überraschen – der Sommer im Vinschgau wartet auf Sie.
Culturamartell: Das kulturelle Herz des Martelltals
Im Herzen des Martelltals, im Nationalpark Stilfserjoch, befindet sich das Besucherzentrum Culturamartell – ein modernes, eindrucksvolles Zentrum, das die Identität, Geschichte und Traditionen dieses einzigartigen Tals lebendig macht. Als Veranstaltungsort für Ausstellungen, Seminare und Theateraufführungen ist es ein echtes Fenster zur Südtiroler Bergbauernkultur.
Eine Reise durch Kultur, Menschen und Landschaft
Das Besucherzentrum Culturamartell widmet sich den zentralen Themen des Tals: der alpinen Landschaft, der landwirtschaftlichen Welt, dem Alltag der Einheimischen und der Verwurzelung mit der Natur. Auf vier Ausstellungsebenen erleben Besucher eine multisensorische Entdeckungsreise voller berührender Geschichten.
Man hört authentische Erzählungen, entdeckt versteckte Texte mit spannenden Details und taucht ein in stimmungsvolle audiovisuelle Installationen.
Stube, Glaube und Tradition
Ein besonderer Ort ist die traditionelle Stube, wo die letzte Hebamme des Tals in einem bewegenden Video von früheren Hausgeburten erzählt – aus einer Zeit ohne Kliniken oder moderne Hilfe.
Im dritten Stock widmet sich die Ausstellung dem religiösen und volksgläubigen Leben: Gebete, Prozessionen, Rituale und Hochzeitsbräuche spiegeln die tiefe Spiritualität vergangener Zeiten wider.
Auch für Kinder ein Erlebnis
Culturamartell begeistert auch die Kleinen: Holzklötze, Heuberge zum Hüpfen und weitere einfache, kreative Elemente bringen Kindern das bäuerliche Leben spielerisch näher.
Ein Ort, der berührt
Ein Besuch im Besucherzentrum Culturamartell ist eine Reise ins Herz des Martelltals – geprägt von Stimmen, Geschichten und Landschaften. Hier verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart zu einer lebendigen Erinnerungskultur.
Unbedingt einplanen bei Ihrem Aufenthalt im Vinschgau! Culturamartell ist der perfekte Ausgangspunkt, um die Seele dieser besonderen Region zu entdecken.
Die Vinschgerbahn: Eine Reise durch Natur und Geschichte
Die Vinschgerbahn ist weit mehr als ein Verkehrsmittel – sie ist eine einzigartige Möglichkeit, die Landschaft, Kultur und Seele eines der faszinierendsten Täler Südtirols kennenzulernen.
Die Bahnstrecke wurde erstmals am 1. Juli 1906 eröffnet. Die heutige moderne, leise Vinschgerbahn ist seit dem 5. Mai 2005 in Betrieb und verbindet Meran mit Mals auf einer 60 km langen Panoramastrecke.
18 Bahnhöfe und Ausblicke zum Staunen
Der Zug hält an 18 Bahnhöfen, die sorgfältig renoviert wurden. Dabei wurde der Charme der alten Bahnarchitektur bewahrt und mit modernen Elementen ergänzt. Hinter jedem Bahnhof verbirgt sich eine Geschichte – zwischen ländlichen Häuschen, Burgen in den Weinbergen und weiten Blicken über die Wiesen des Vinschgaus.
Die großen Panoramafenster ermöglichen einen freien Blick auf Weinberge, Apfelplantagen, historische Höfe und romanische Kirchen. Diese entschleunigte Reise begeistert Touristen ebenso wie Einheimische.
Nachhaltige Mobilität und Radgenuss
Nachhaltigkeit wird in Südtirol großgeschrieben – die Vinschgerbahn ist ein gelungenes Beispiel dafür. An jeder Station gibt es Fahrradverleihstellen, ideal für alle, die ihre Reise auf zwei Rädern fortsetzen möchten – entlang des Vinschger Radwegs, einer der schönsten Radrouten Italiens.
Ein Erlebnis für alle Sinne
Wer den Vinschgau mit dem Zug durchquert, erlebt eine authentische, entspannte und nachhaltige Art des Reisens. Die Fahrt verbindet Genuss mit Entdeckung – zwischen Natur, Geschichte und Tradition.
Einsteigen, zurücklehnen und staunen – bei dieser gemächlichen Zugreise zeigt sich der Vinschgau von seiner schönsten Seite. Station für Station ein Erlebnis.
Vinschger Äpfel: Symbol für Qualität und Nachhaltigkeit
Der Vinschgau gilt seit über 50 Jahren als Apfelhochburg Südtirols. Grund dafür ist ein einzigartiges Mikroklima mit über 300 Sonnentagen pro Jahr und niedrigen Niederschlagsmengen (ca. 500 mm jährlich) – ideale Bedingungen für einen gesunden, natürlichen und nachhaltigen Anbau.
Das trockene, frische Klima hält Schädlinge auf natürliche Weise fern, wodurch aggressive chemische Mittel meist überflüssig sind. Unterstützt werden die Bauern von Nützlingen wie Marienkäfern, die heute sogar als offizielles Symbol der Vinschger Apfelkultur gelten.
Nachhaltiger Anbau mit höchsten Qualitätsstandards
Der Schutz der Umwelt, die Gesundheit der Konsumenten und das Wissen der bäuerlichen Tradition spiegeln sich in zahlreichen Qualitätszertifizierungen wider:
- GLOBALG.A.P. (ehemals EurepGAP): Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit
- IFS (International Food Standard): Qualitätskontrolle bei der Verarbeitung
- ISO 9001:2000: Gesamte Prozessqualität
- g.g.A. (geschützte geografische Angabe): EU-Auszeichnung für Herkunft und lokale Anbaumethoden
Die bekanntesten Vinschger Apfelsorten (g.g.A.)
Jede Apfelsorte erzählt ein Stück der Region. Hier die beliebtesten Sorten:
- Golden Delicious (Mitte Oktober–Juli): gelb mit roten Nuancen, süß und aromatisch. Die meistverbreitete Sorte.
- Stark Delicious (Oktober–März): knackig, saftig, länglich geformt, mit vollem, süßem Geschmack.
- Gala (September–März): klein, glatte rote Schale auf gelbem Grund – zart im Geschmack.
- Pinova (November–Mai): ausgewogen süß-säuerlich, mit fester, knackiger Textur.
- Fuji (Oktober–Mitte Mai): rundlich-oval, aromatisch und intensiv – ideal auch zum Kochen.
- Morgenduft (November–Mai): rot-gestreift, leicht abgeflacht, mit süß-säuerlicher Note.
Knackig, süß und nachhaltig
Vinschger Äpfel sind nicht nur lecker – sie sind auch gesund, farbenfroh und umweltfreundlich. Die Sonne sorgt für Farbe, die Alpenluft für Knackigkeit, und das Bauernwissen für einen natürlichen Reifeprozess.
Genießen Sie sie frisch vom Markt, in traditionellen Südtiroler Desserts oder als gesunden Snack – ein Stück echte Vinschger Lebensfreude für jede Jahreszeit.
Ortler, der „König von Tirol“
Der Ortler (ital. Ortles) ist mit seinen 3.902 Metern der höchste Berg der Südlichen Rätischen Alpen und des gesamten historischen Tirols. Mächtig und imposant ragt er empor und wird von Wanderern und Alpinisten ehrfürchtig „König Ortler“ genannt. Er gehört zur Gebirgsgruppe Ortler-Cevedale und liegt im Nationalpark Stilfserjoch – einem der größten Schutzgebiete Europas.

Name und erste Besteigungen
Der Name „Ortler“ taucht erstmals 1770 auf mit der Bezeichnung „Ortles spiz der höchste im ganzen Tyrol“ – also „die höchste Spitze in ganz Tirol“.
Die erste dokumentierte Besteigung gelang am 26. September 1804: Joseph Pichler, ein Gamsjäger aus dem Passeiertal (genannt Pseiser Josele), erreichte mit zwei Begleitern den Gipfel. Die Expedition wurde vom Erzherzog Johann von Österreich in Auftrag gegeben – mit dem Ziel zu beweisen, dass der Aufstieg tatsächlich möglich sei. Zuvor war der Botaniker Johannes Nepomuk Gebhard mehrfach gescheitert.
Pichler schaffte den Aufstieg über ein besonders schwieriges Stück, das als Roter Schuttkegel bekannt ist. Nach einem langen Tag voller Schnee und Fels kehrte er erschöpft, aber siegreich zurück. Erst ein Jahr später – 1805 – gelang auch Gebhard die Besteigung. Er hisste eine Leinenfahne am Gipfel und ließ zur Bestätigung ein Gipfelfeuer entzünden, das im Tal gut sichtbar war.
250 km Wanderwege und 14 Gipfel zum Erkunden
Der Ortler ist von 14 Nebengipfeln umgeben und zählt zu den eindrucksvollsten Zielen für Hochgebirgstouren, alpine Abenteuer und anspruchsvolle Wanderungen. Rund 250 km markierte Wege durchziehen das Gebiet – vorbei an Gletschern, Bergseen, Panoramahütten und alten Militärpfaden.
Im Sommer ist der Ortler ein beliebtes Ziel für Gletscherwanderungen und Naturführungen im Stilfserjoch-Nationalpark – ebenso wie für den Skibetrieb auf dem Stilfserjoch und in Sulden.