Weiße Gletscher, tosende Wasserfälle, dichte Bergwälder und weite Almflächen. Der 20.581 ha große Naturpark, "
Rieserfernergruppe" umfaßt Teile des
Tauferer Tals, des Rein-, Knutten-, Defereggen- und des
Antholzer Tales.
Hier, am
Alpenhauptkamm, liegt die geologische Zone der alten Gneise. Die
Rieserfernergruppe steht seit 1988 unter Schutz, der Naturpark ist also noch relativ jung. Auffällig sind hier die vielen wilden Wasser und Bergseen.
Die bekanntesten sind die
Rheintalwasserfälle und der
Antholzer Wildsee, der zu Füssen der östlichen Flanken der beiden Eisriesen Hochgall und Wildgall liegt. Er ist der drittgrößte und wohl einer der schönsten Naturseen Südtirols. Mit seinen Gletschern
Hochgall und
Wildgall, der
Dreiherren- und der
Rörspitze ist der Naturpark "Rieserfernergruppe" eines der beeindruckendsten Ziele der Alpen.
Augangspunkt für Wanderungen und Bergtouren ist das
Reintal unter den Firnfeldern der Gletscher. Hier, in der Nähe des ewigen Eises wuchert die Flora lange nicht so verschwenderisch wie in den sonnenwarmen, tieferen Lagen.
Gemsen,
Murmeltiere,
Hermeline,
Steinadler und
Schneehühner leben hier.
Zu den besonderen Schätzen des Parks aber gehören die
Ahrntaler Minerale, Bergkristall, Sphen, Rutil und Apatit.
Trotz Gletschernähe ist das Klima mild, die mächtigen Bergketten lassen die scharfen Winde des Nordens nicht durch. So sind die Sommer warm und die Winter schneereich. Links zweigt das Reintal ab, an dessen Eingang das uralte Mauerwerk des Kofelschloßes liegt. Von der einstig romanischen Burganlage blieben nur noch Reste. Und viele Sagen. Rein, eine der höchstgelegenen Ortschaften
Südtirols ist Ausgangspunkt für die schönsten Höhenwege.
Berühmt sind die drei
Reinbachfälle, die von mächtigen Granitwänden stürzen. Und der Naturpark
Rieserfernergruppe. Im Sommer sind Hartdegenweg, Kasseler-Hütte und Hochgall unvergessliche Höhepunkte, im Winter beeindruckt die Einsamkeit und unendliche Weite hier die Tourengeher.
Eine naturkundliche Besonderheit: der höchste
Zirbenbestand der
Ostalpen findet sich am
Tristennöckl (2465m). Aus
Ahornach, einem kleinen Dorf am Berghang über Taufers, stammt
Hans Kammerlander. Hier hat er die Liebe zu den Bergen entdeckt. Und heute ist er einer der besten Bergsteiger der Welt.
Gais und
Uttenheim schmiegen sich zu beiden Seiten an den Ahrnbach, umgeben von sanften Auenwäldern.