Aufgrund der abgeschlossenen Lage hat das Grödental in der Geschichte schon immer eine Sonderstellung eingenommen. Es blieb daher lange Zeit von kriegerischen Auseinandersetzungen verschont. Im 1. und 2. Weltkrieg litt es jedoch unter den Frontverläufen und Kriegs-ereignissen direkt mit. Nach dem 2. Weltkrieg ging es bergauf: die Ladiner erhielten ihr Recht auf die Pflege ihrer Kultur, Überlieferung und Sprache.
Den Wohlstand hat das Tal den Holzschnitzerein (bereits seit dem 17. jahrhundert) und dem in den 60er und 70er Jahren zum Volkssport gewordenen Skifahren zu verdanken.
Heute bietet das Heimatmuseum in der "Cesa die Ladins" in St. Ulrich in Gröden einen Blick ins "alte Ladinien". Man findet dort neben wertvollen Sammlungen aus Geschichte und Brauchtum Grödens auch Beispiele der Schnitzertradition und verschiedne Mineralien- und Fossilienschätze.