Südlich von St. Lorenzen, auf einem freistehenden Hügel thront die Ruine der Michelsburg. Ehemals brixnerisches Lehen, ging sie dann an die Grafen von Andechs, später an die von Görz und 1500 an Tirol über. Die Pustertaler Gaugrafen aber sollen schon vor 1000 hier ihren Sitz gehabt haben. Die ältesten, heute erhaltenen Bauteile reichen ins 12. Jh. zurück, so die Hochburg und der Bergfried. Später kam ein zweiter Turm dazu, im 16. Jahrhundert erfolgte ein weitgehender Umbau. Heute ist die Burg weitgehend verfallen. Als Ausflugsziel aber lohnt sie sich immer.
Kloster Sonnenburg
Kurz vor St. Lorenzen, gleich neben der Hauptstraße, thront steil abfallend über der Rienz die Sonnenburg. Ursprünglich soll auf diesem Hügel die Burg der Gaugrafenvon Lurn und Pustertal gestanden haben, die 1020 in ein Benediktinerinnenstift umgewandelt worden sein soll. Von dieser Anlage ist heute nichts erhalten, es finden sich aber Reste einer Ringmauer mit Schießscharten und Rondellen aus dem Mittelalter. Sie sollte den Klosterfrauen Schutz vor Angriffen bieten. Bis auf den Trakt der Äbtissinnen und der Ruine der romanischen Kirche ist das Kloster untergegangen, das 1785 durch Joseph II. aufgehoben wurde. Heute ist die Sonnenburg eine Schlosshotel, sorgfältig restauriert und stilgetreu erneuert. Bei den Arbeiten dazu wurden die Krypta der Klosterkirche und wertvolle Fresken und Plastiken entdeckt, die einen Besuch wert sind.
Die Pfarrkirche
Die Pfarrkirche etwa beherbergt ein besonderes Juwel. Die thronende, Traubenmadonna mit Kind am Hauptaltar, die Michael Pacher um 1462 schuf.