Schloss Taufers. Eine der schönsten und größten Burgen ganz Tirols.
Auskünfte: Schloss Taufers 39032 Sand in Taufers
Öffnungszeiten: Jänner - 15. Juni Di, Fr, So um 15, 16 Uhr 15. Juni - 31 Oktober Weihnachten, Karwoche täglich um 15, 16 Uhr täglich um 10, 11, 14, 15.15, 16.30 Uhr
Großartig schon die Lage: hoch über dem Dorf, in beherrschender Lage vor gigantischem Gipfelpanorama. Die Herren von Taufers waren einst ein mächtiges Geschlecht in Tirol, freie Adelige, ebenbürtig den Grafen von Tirol und Eppan oder jenen Freiherrn von Wangen. Sie wurden 1130 erstmals genannt und starben 1340 aus. Die Burg Taufers gehörte ihnen schon um 1315. Auf sie folgten verschiedene Geschlechter, dann verfiel die Burg. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts dann wurde sie von Ludwig Lobmayr und nach 1945 durch die Verwaltung unter Hieronymus Gassner wiederhergestellt.
1977 erwarb das Südtiroler Burgeninstitut das Schloss. Der romanischer Teil der Burg stammt aus der Zeit der Herren von Taufers, ihr gotischer aus der Zeit der Brixner Bischöfe. Der Bergfried, der stattliche Wohnturm mit Doppelbogenfenstern und die romanische Burgkapelle sind aus der ersten Bauperiode im 13. Jh., nach 1500 dann wurde die Burg mit neuen komplizierten Torbauten, Wohntrakten, Wehrgängen, zwei Zugbrücken, Kornspeichern, malerischem Brunnenhaus und Zisterne erweitert.
Heute ist etwa ein Drittel der Anlage für das Publikum zugänglich. Weil sie niemals Angriffen oder Zerstörung ausgesetzt war, sind die Einrichtungsgegenstände fast unbeschadet erhalten geblieben. Das Schloss besitzt 64 Räume, gut eingerichtet und teilweise mit Kachelofen beheizbar. 24 davon sind mit Zirbelholz getäfelt. Romanische und gotische Kunstwerke, darunter Pacher-Fresken in der Kapelle, Porträts von Südtiroler Familien, gotische und Renaissanceschränke, Rüstungen und eine große Bibliothek bieten einen interessanten Einblick in das Schlossleben. Außerdem können die Besucher den Gerichtssaal, an dessen Mittelsäule die Angeklagten bei Verhandlungen angebunden waren, Speisezimmer, Kaplanzimmer, Wohnturm mit Folterkammer und Richtstätte, Gefängnis, Burgkapelle, Waffenkammer, Fürstenzimmer und Rittersaal bewundern. Zu den schönsten Räumen gehört die Bibliothek mit ihrer prachtvoll gearbeiteten Kassettendecke, den Bücherschränken und dem Kachelofen.
Pfarrmuseum Taufers
Das Parrmuseum Taufers. Errichtet in einem gotischen Kornkasten, dessen Torbogen die Jahrzahl 1559 trägt. Hier hatten bis ins frühe 19. Jahrhundert die Zinspflichtigen den Getreidezehent an den Richter der Herrschaft Taufers und die Pfarrherren zu entrichten. Danach diente das Obergeschoß als Depot für Kunstwerke und das Erdgeschoß als Stall, bis sie schließlich zum Museum umfunktioniert wurden. Hier werden heute die Kunstwerke aus den Tauferer Kirchen und Kapellen ausgestellt, die zum Teil heute noch im religiösen Leben verwendet werden.
Das Angebot ändert sich Jahr für Jahr, zahlreiche Sonderausstellungen ergänzen den Bestand. Das Angebot reicht über gotischer Werke im Erdgeschoss: etwa das "Walburger Tafele" (um 1350) oder die Mühlener Krippe (um 1500) bis zu Kunstwerken aus unserer Zeit, die im Obergeschoß ausgestellt sind: "Thesenblatt der Universität Dillingen" mit der Siboto-Madonna, den Patronen von Eichstätt und einer Stadtansich (von 1735), das Dreifaltigkeitskreuz von St. Moritzen (um 1750), das Anderle von Rinn und das Simmile von Trient (um 1770) und viele andere. Daneben können die Besucher liturgisches Gerät und Messkleider vom Barock bis in unsere Zeit bewundern.
Auskünfte: 39032 Sand in Taufers Pfarre 14 Richard Ignaz Rieder Tel. +39 0474 678060
Öffnungszeiten 1. Juni - 15. Oktober So 17-18.30 So, Do 17-18.30 15. Juli - 31. August
Burgruine Schlössl in Uttenheim
Auf einen an zwei Seiten abfallenden Felsengrat gelegen. An der höchsten Stelle der Bergfried, an den sich beiderseits die Ringmauer anschließt. Tiefer gelegen der Palas und die Kapelle. Die Pfarrkirche zum Hl. Johannes in Gais ist eines der würdigsten Zeichen romanischer Baukunst im Pustertal. Im mittelalterlichen Pflegerhaus wohnte 1425 ein ganz besonderer Pfleger: Oswald von Wolkenstein. Im 2. Weltkrieg hielt sich hier noch ein Dichter auf: Ezra Pound, der hier ein Refugium fand.