Die Naturparke Naturparke sind heute von besonderem Wert für die Erhaltung von Natur und Landschaft, für Forschung und Bildung, für das Erlebnis von Natur. Schroffe kühne Gipfel, lebendige Bäche und eine Vielfalt von Tieren und Pflanzen kennzeichnen „unsere" Naturpark. Als unersetzliches „Biotop" für Pflanzen und Tiere kann der Naturpark aber auch als Möglichkeit für eine seelische und physische Regeneration des oftmals naturfernen Menschen dienen. Hierbei zeigen Ihnen ausgebildete Wander- und Naturkenner die schönsten Seiten der Natur bei einer Erlebniswanderung im Naturpark.
Naturpark Rieserferner – Ahrn
Ein landschaftliches Juwel ist der Naturpark Rieserferner Ahrn: weiß glitzernde Gletscher, tosende Wasserfälle, dichte Bergwälder und herrliche Wanderwege, hier zeigt die Natur ein ganz anderes Gesicht. Die vielen wilden Wasser und Bergseen geben der Landschaft zusammen mit den Gletschern des Hochgall und Wildgall ihren besonderen Reiz. Zu Füßen der östlichen Flanken dieser beiden Eisriesen, die über 3000m hoch sind, blinkt blitzblau der Antholzer Wildsee, der drittgrößte Natursee Südtirols. Auf den Hochgebirgswanderungen kann man Gämsen und Murmeltieren, Hermelinen, Steinadlern und Schneehühnern begegnen. Der Naturpark Rieserferner-Ahrn besteht seit 1988 und umfasst eine Fläche von rund 31.505 ha. Damit ist er der zweitgrößte Naturpark Südtirols. Er grenzt im Norden an den Nationalpark Hohe Tauern. Mit einer Gesamtfläche von 2.475 m² bilden beide Schutzgebiete gemeinsam mit dem Naturpark Zillertaler Alpen den größten Schutzgebietsverbund Europas. Über uralte Wege und über gemeinsame Projekte sind sie miteinander verbunden. Der Naturpark Rieserferner-Ahrn ist geprägt von einer Hochgebirgslandschaft mit schroffen Gipfeln und ewigem Eis; Grenzlebensraum und Gratwanderung für Tiere und Pflanzen aber auch für den Menschen. Bergseen und Wasserfälle, Gesteine wie der Zentralgneis des Tauernfensters und der Rieserfernertonalit, Tiere wie Steinadler und Wanderfalke, Pflanzen wie die Zwergweide und die klebrige Primel zählen zu den Besonderheiten des Parks. Ganz besonders in den Hochtälern lassen sich die landschaftsformenden Kräfte der Gletscher und des Wasser hautnah erleben.
Der Naturpark Fanes- Sennes- Prags
Der Naturpark Fanes- Sennes- Prags ist mit seinen 25.680 ha der drittgrößte Naturpark in Südtirol. Das von Dolomit geprägte Landschaftsbild ist charakterisiert durch die ausgedehnten Hochflächen die bis weit über die Waldgrenze reichen, sowie durch ausgedehnte Wälder und herrliche Seen. Wie in keinem anderen Gebiet der Dolomiten ist die Geomorphologie von Fanes, Sennes und Fosses durch die verschiedensten Karsterscheinungen wie Rinnen- und Kluftkarren, Spalten, Senken und Dolomitenbecken geprägt. Das Naturparkhaus Das Besucherzentrum in seiner Spiralform ist für den Besucher wie ein offenes Fenster zum Naturpark: hier kann über interaktive Medien, Spiele für Kinder, Videos und Paneelen in die Geheimnisse des Schutzgebietes eingetaucht werden. Man kann in die Sagenwelt der Ladiner eintauchen, durch den Besuch der Höhlenbär- Grotte wird man in ein längst vergangenes Zeitalter zurückversetzt und auch über die Kräfte der Natur, durch welche unsere Berge geformt wurden, ist jede Menge zu erfahren. Greifbar nah werden die verschiedenen Lebensräume mit ihrer typischen Pflanzen- und Tierwelt, und in großen Terrarien können Amphibien und Reptilien, die Bewohner unserer Heimat beobachtet werden. Das Besucherzentrum bleibt von Mai bis Oktober und von Dezember bis Ende März offen.
Im Sommer Wandergebiet, dessen fantastische Aussicht auf die Dolomiten, die Rieserfernergruppe und die Zillertaler gerühmt wird und wo der Blick ins Puster- und Ahrntal unendlich ist. Auf einer ausladenden Flanke des Berges liegt Geiselsberg. Die Lage an den Hängen des Berges macht es im Sommer zum idealen Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren. Im Winter führen hier die 85 km Pisten des Kronplatzes direkt an der Haustür vorbei.
Die Erdpyramiden von Terenten
Etwas oberhalb des Dorfes, auf einem Erosionsgelände von ungefähr 150 m Breite, haben sich etwa ein Dutzend Erdpyramiden herausgebildet. Entstanden sollen sie vor etwa hundert Jahren sein, als der Ternerbach sich bei einem Hochwasser im Jahre 1873 in den Schutt fraß. Die weißen Türme, zum Teil mit Deckstein abgeschlossen, sind in jedem Falle einen Ausflug wert. Das Material der Erdpyramiden stammt aus Moränenablagerungen der letzten Eiszeit, die vor rund 10.000 Jahren zu Ende ging. Diese Ablagerungen sind mit Steinen und Blöcken durchsetzt, während sie in den oberen Schichten vorwiegend aus Feinschutt bestehen, der, da die Ablagerungen vorwiegend granitischen Ursprungs sind, besonders hell gefärbt ist. Die Decksteine der Pyramiden sind teilweise stark abgerundet, denn der Schutt stammt nicht aus der Gegend, sondern wurde viele Kilometer - wahrscheinlich aus dem Ahrntal - verfrachtet.
Erreichbarkeit: Vom Verkehrsbüro Terenten (Dorfzentrum) aus führt ein mit Nr. 2 markierter Weg über Felder bis zur Stelle, wo der Weg nahe an den östlichen Hang des Terententales heranführt. Hier befinden sich die Erdpyramiden (1350 m). Die Erdpyramiden sind auch mit dem Auto erreichbar. Höhenunterschied: 230 m Gehzeit: 40min
Die Säulenfichte bei Issing
Der 25m hohe Baum mit den dünnen, geschwungenen Ästen und Zweigen, die eng am Stamm anliegen, ist der einzige seiner Art in Südtirol. Sein eigenartiges Aussehen, Geäst, das tief herabreicht und sich um den Baum windet, hat ihm auch den Namen, Schlangenfichte eingebracht. Nur am Gipfel stehen ein paar kurze Äste und Zweige wie bei einem normalen Baum rechtwinklig ab. Die Säulenfichte steht direkt neben der Straße, auf dem Weg von Terenten nach Pfalzen, am Fuße des Burghügels mit dem Schloß Schöneck.
Erreichbarkeit: Die Säulenfichte ist gut von der Straße Terenten - Pfalzen aus ersichtlich. Auch eine Rundwanderung über einen Weg von Kiens (782m) über die Dorfstraße zum Elektrizitätswerk und von dort auf dem Weg Nr. 65 durch den Wald ist möglich. Höhenunterschied: 208m. Gehzeit: 45 Minuten
Das Moor Rasen - Antholz
Antholz. Ein steilwandiges Tal. Murabgänge gab es hier schon immer. Früher stauten diese Murschuttkegeln im Talgrund viele Seen auf. Ihre Reste sind heute noch in Form von Hochmooren erhalten - die Rasner Möser. Sie befinden sich in einer Höhe von 1100 m und sind etwa 35 ha groß, ein Feuchtgebiet, das heute unter Schutz steht. Behutsame, nach ökologischen Gesichtspunkten durchgeführte Maßnahmen unterstützen die Erhaltung dieses Lebensraumes und seiner charakteristischen Flora und Fauna. Hier etwa findet sich die einzige in Südtirol vorkommende insektenfressende Pflanze, der Sonnentau. Lehrpfade geben dem Besucher die Möglichkeit, seine Kenntnisse zu erweitern und verhindern gleichzeitig, dass die trittempfindlichen Torfmoospolster oder andere Pflanzen geschädigt werden. Erreichbarkeit: Bequem mit dem Auto.