Spuren der Besiedlung des Meraner Raumes reichen weit zurück. Um den wohl bekanntesten Zeitzeugen Ötzi, 5300 Jahre am Hauslabjoch im Schnalstal im Gletschereis vergraben ranken sich unzählige Geschichten und Entdeckungen.
Auch die Römer zogen durch diesen Landstrich, bauten Straßen und ließen sich hier nieder. Nach dem Niedergang des Römerreiches wechselten sich die Langobarden und die Bajuwaren im Besitze des Landes Tirol ab. Als Napoleon sich entschied Tirol zu erobern, leisteten die Tiroler Freiheitskämpfer heftigen Widerstand. Ihr Anführer war AndreasHofer aus dem Passeiertal.
Aber nicht nur Kampfgeist, auch Erfindergeist scheint den Tirolern in die Wiege gelegt zu sein: PeterMitterhofer aus Partschins erfand die erste Schreibmaschine. Das größte Schreibmaschinenmuseum der Welt kann heute in Partschins besichtigt werden.
Um die Mitte des 19. Jhs. errang das MeranerLand zunehmend an Bedeutung als Kur- und Urlaubsgebiet. Ausschlaggebend dafür waren die besonders günstigen klimatischen Bedingungen. Ärzte rieten ihren Patienten in dieser Gegend ihren Genesungsurlaub zu verbringen. Nach und nach zog es Dichter und Denker in die schöne Landschaft.
Als auch KaiserinSisi es vorzog den Winterurlaub im Meraner Raum zu verbringen, folgten Adelsfamilien und Mitglieder höchster Gesellschaft aus ganz Europa. Der Ruhm als Urlaubsziel war damit besiegelt. Fortan verbrachten hier Schriftsteller und Maler, Künstler und illustre Gäste aus nah und fern auch längere Kur- und Ferienaufenthalte.
Schöne Jugendstilbauten zeugen von dieser mondänen Vergangenheit. Auch in Kunst und Literatur hat die inspirative Kraft dieser Blütezeit nachhaltige Wirkungen hinterlassen.