Hauptstraße Stammt aus dem 12. Jahrhundert und enthält Stilelemente aus der Romanik bis zur Neugotik. Das Hauptportale in weißem Marmor wurde 1524 von Oswald Furter geschaffen. Im nördlichen Seitenschiff befindet sich, aus dem Jahre 1 350, ein Grabstein aus rotem Sandstein. Der Grabstein aus weißem Marmor, der kleine Holzaltar und die Statuen der Hl. Anna und des Hl. Josef sind Werke des Meisters Gregor Schwenzengast aus Latsch. Die großen Vesperbilder im Altarraum (18. jahrhundert) sind Werke des Simon Ybertracher aus Naturns. Die Kirche ist geöffnet.
Kirche Unsere Liebe Frau auf dem Bichl (Bichlkirche) Bühelgasse
Enthält Bauelemente von der Romanik bis zum Barock und wurde 1020 erstmals geweiht. 1992 Fundstätte des ,,Menhirs”. Dieser rund 5000 Jahre alte Zeichenstein aus Marmor und aus dem Ùbergang von der Stein- zur Bronzezeit, wurde bei der Restaurierung dieser Kirche unter der holzernen Altarmensa entdeckt und ist dort zu besichtigen. Interessantes Westportal mit päpstlicher Tiara. Die Seitenkapelle mit Kuppel und Laterne wurde um 1680 angebaut.
Spitalkirche zum Heiligen Geist Hauptstraße
Eine Stiftung des Heinrich von Annenberg. 1470-1520 zu einem einheitlichen gotischen Bau verschmolzen. Der Flügelaltar des schwäbischen Meisters Jörg Lederer (1524) trägt an der Rückseite meisterliche Malereien, wahrscheinlich von Hans-Leonhard Schäuffelin. Das gotische Portal in weißem Marmor ist ein Werk des Oswald Furter; die Freskenzyklen (Jüngstes Gericht, Werke der Barmherzigkeit, Pflngstwunder, Brotvermehrung u.s.w.) aus der 1. Dekade des 17. Jahrhunderts stammen von Adrian Mair, auch er gebürtig aus Latsch. Barocke Seitenaltäre und Orgel von 1741. Besichtigung: ganzjährig. Schlüssel im nebenanliegenden Seniorenheim "Annaberg" erhältlich.
Nikolauskirche Hauptstraße
Im romanischen Stil aus dem 14. Jahrhundert; war früher im Besitz des Klosters von Latsch (heute Eigentum der Gemeinde Latsch). An der Südfront Freskenreste (Kreuzung, Hl. Nikolaus und Hl. Christophorus). Die Kirche kann nicht besichtigt werden.
Kapelle Zur Schmerzhaften Muttergottes an der Brücke Hauptstraße
Barocke Kapelle an der östlichen Ortseinfahrt. Der einfache Bau mit Kuppel und Lateme wurde 1713 erbaut. Die Kapelle ist im Sommer geöffnet.
Denkmal Hans der Sager Kreuzung Hauptstraße/Bahnhofstraße
Hans der Sager ist wohl der einzig urkundlich nachweisbare Minnesänger aus dem Vinschgau, der die Worte und auch die Weisen zu den meisten seiner vorgetragenen Lieder selbst erdacht hat (sagen-singen-Sänger). Er hielt sich viel am Hofe der grafen Anneberg auf; diese scheinen seine Förderer und Mezäne gewesen zu sein. Urkundlich wurde Hans der Sager zwischen 1326 und 1338 sechsmal erwähnt. Einmal fungierte er in der Burg Latsch (zu Laetsch) als Zeuge bei einem Kaufe von einer "Hofstatt samt Garten". Bei dieser Gelegenheit bezeichnete sich Hans der Sager ausdrücklich als Latscher. Hans der Sager hatte auch einen Sohn, der unter den Namen Ulrich von Hagenach bekannt war.
Kriegerdenkmal mit Marmoradler Kreuzung Hauptstraße/Seilbahnweg
Erinnert an die liroler Freiheitskämpfe des Jahres 1809.
Denkmal Kaiser-Franz-Josef Hauptstraße
Auf Betreiben des Freundeskreises der k.u.k.osterr.-ungarischen Monarchie, Ortsgruppe Latsch, ist im Iahre 1994 das 1908 errichtete und unter mistenosen Umständen 191 9 verschundene Denkmal aus Laaser Marmor, durch eine wertvolle Bronzebuste aus Prag ersetzt worden. Das Denkmal erinnert an das 60-jährige Regierungsjubiläum des vorletzten österreichisch-ungarischen Kaisers, Franz Josef I. von Habsburg-Lothringen.
Burg Latsch Bahnhofstraße
Aus dem 13. Jahrhundert und war Stammsitz der Herren von Annenberg (einzige Wasserburg im Vinschgau). 1710 brannte die Burg völlig ab; der Turmtrakt wurde 1842 erneuert. Kann nicht besichtigt werden (Privatbesitz).
Ansitz Mühlrain (Rotes Schloss) Hauptstraße
Wurde 1580 vom Graten Kleinhans in die heutige Form gebracht und ist mit Fresken Im Innern und Rötelzeichnungen an der Außenfront versehen. Die barocke Kapelle St. Anna (spanischer Einfluss) entstand im 17. Jahrhundert. Über deren Portal thront die sogenannte Wessobrunner Madonna im Rosenkranz von Gregor Schwenzengast. Kleinhans war Feldhauptmann in Spanien. Keine Besichtigung der Räume (Privatbesitz).
Stammt aus dem 11. Jahrhundert. Der Renaissanceteil stammt von den Grafen Hendl (17. Jahrhundert). Es ist heute im Besitz der Gemeinde Latsch und Kulturzentrum der westlichen Landeshälfte Besichtigung und Führungen gegen Voranmeldung im Tourismusbüro Latsch.
Schloss Annenberg Töniegg
Aus dem 13. Jahrhundert, mit gotischer Kapelle aus dem 15. ]ahrhundert. War m Besitz der Herren von Matsch (Chorstuhl und Altar befinden sich Im Landesmuseum in Innsbruck). Später ging das Schloss in den Besitz der Grafen von Annenberg uber. Keine Besichtigung (Privatbesitz).
Pfarrkirche zum Hl. Lucius Tiss
Erhielt 1491 seine einheitliche gotische Bauform (mehrere gotische Wandgemälde u.a. Christopherus an der Südseite Marmorgrabstein des Landeshauptmannes Franz Hendl, der den Verstorbenen kniend in voller Rüstung zeigt). Der Schlüssel ist im nahen Luziushof erhältlich.
Kapelle Sankt Anna in Schanzen Schanzenstraße
Erbaut in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts; enthält einen spatgotischen Flügelaltar. Der Schlüssel ist in der gegenüberliegenden Obermoosburg erhältlich.
MORTER
Pfarrkirche zum Hl. Dionys Nibelungenstraße
Im gotischen Baustil (1479 geweiht). Fresken des Malers Adrian Mair aus Latsch (11. Jahrhundert). Die Kirche ist geöffnet.
Vigiliuskirche Vigiliusstraße
Im romanischen Baustil (3. Apsis); Weihinschrift aus dem Jahr 1080. Den Schlüssel erhält man im nahen Bauernhof, Platzergasse 30 (Fam. Haringer Leo)
Burgkapelle Sankt Stephan Obermontani
Gehört zu den sehenswertesten Kirchen Südtirols. Enthält Fresken aus dem 15. Jahrhundert der lombardischen, niederländischen und bayrischen Schule (u.a. an der Nordwand Zyklus in 12 Bildern der Legende des Hl. Stefan, die Ostwand zeigt die Ursula-Legende. An der Südwand Jagdszenen mit St. Hubertus. An der Westseite eindrucksvolle Kompositionen des Jüngsten Gerichtes). Besichtigung: ganzjährig um 11.00 und 15.00 Uhr, jedoch nur nach telefonischer Vereinbarung mit Familie Peer (Telefon 0473 742 344). Eintritt: Freiwillige Spende.
Wurde erstmals 1214 erwähnt. Romanische Fresken und bedeutende Figuren sowie Altarschmuck aus mebreren Stilepochen machen die Kirche sehenswert. Die Kirche ist nur während der Hl. Messe geöffnet.
St. Karpophoruskirche Karpophorusstraße
Diese Kirche wurde 1214 von Kaiser Friedrich I dem Deutschen Orden geschenkt. Im Innenraum befindet sich ein Karpophorusbild von Simon Ybertrachter (1743). Der romanische Turm zählt zu den schönsten Denkmälern Vinschgauer Romanik. Die Kirche ist nicht zu besichtigen.
Kirchlein St. Medardus Medardusstraße (Fam. Gunsch Leo, Telefon 0473 623 066)
Das Kirchlein St. Medardus, von den Einheimischen auch "Sammadorn" genannt, wurde uber einem prähistorischen Quellheiligtum erbaut. Diese Quelle, welche sich ursprünglich unterirdisch vom Altar durch das Kirchenschiff zog, wurde beim Stollenbau für den Zufritt-Stausee beschädigt, was das Versiegen der Quelle zur Folge hatte. Bemerkenswert ist die mit Steinplatten bedeckte Apsis, der romanische Turm mit Rundbogenfries und Rundbogenfenster. Unter dem Seitenportal Reste einer romanischen Kreuzigungsgruppe aus dem 13. Jahrhundert. Dienstag und Donnerstag von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr.
ST. MARTIN AM KOFEL
Wallfahrtskirche zum Hl. Martin (1140 m) Die Kirche wurde 1510 erwahnt. Uralter Wallfahrtsort der Bauem. Die Kirche ist ab Ostem bis Ende Oktober geöffnet.
Kapelle St. Sebastian in Platz Platz-St.Martin
Die Kapelle mit Fassadenglockenmauer aus dem 16. Jahrhundert wurde 1603 geweiht. Die Kapelle ist geschlossen.
Menhir
Der 5000 jahre alte Kultstein, weìcher 1992 in der Kirche "Unsere Liebe Frau auf dem Bichl" gefunden wurde, ist beim "Kulturellen Rundgang durch Latsch” zu besichtigen. Informationen: Tourismusbüro.
Schalensteine
In der Gemeinde Latsch befinden sich Schalensteine (Kultsteine aus vorchristlicher Zeit) auf dem Wanderweg Nr. 8, Richtung Platz-St. Martin.