In den Bergen oberhalb von Laas wird der weltberühmte weiße Marmor abgebaut. Wegen seiner ausgesprochenen Reinheit und Härte wurde er von namhaften Künstlern für Skulpturen und Bildhauerarbeiten ausgewählt. Lassen Sie sich in die Welt des "Weißen Goldes" einführen und erleben Sie die Faszination, die dieser Stein ausübt. Am besten bei einer Marmorführung, wo nach der Einführung durch eine Diaschau nicht nur eine Besichtigung der Schule für Steinbearbeitung auf dem Programm steht, sondern auch ein Rundgang durch Laas sowie das Laaser Marmorwerk. Die Marmorbrüche selbst können leider nicht besichtigt werden. Dafür sind die zahllosen Kunstwerke aus Laaser Marmor phantastischer Fotomotive. Laas, ein idyllisches Bauern-, Arbeiter- & Handwerkerdorf, lädt zu Begegnungen ein mit Skulpturen, Sakralbauten sowie kunsthistorischen Besonderheiten.
Pfarrkirche mit Apsis
Das Schönste und Wertvollste ist sicherlich die Apsis aus dem 12. Jh. Sie wurde zur Ganze aus Laaser Marmor geschaffen. Die Pfarrkirche wurde erst später dazu gebaut. Auffallend sind im Altarraum 3 Arbeiten aus Marmor: Der Volksaltar, der Ambo mit symbolischen Darstellungen der Evangelisten, sowie der Träger des ewigen Lichtes.
Ortsfriedhof
Der Friedhof von Laas ist sicherlich sehenswert, da das Gesamtbild von weißem Marmor beherrscht wird. Jeder Grabstein wurde auf Bestellung von Laaser Bildhauern mit christlichen Motiven geschaffen.
St. Nikolauskirche
Sie befindet sich am östlichen Ortseingang von Laas. Ein St. Christophorusfresko aus dem 16. Jh schmuckt die Außenfassade. Bei den Sanierungsarbeiten 1984 wurden an der Nordseite Mauerreste der alteren Kirche freigelegt, in der man ein gut erhaltenes Muttergottesbild fand (Standort Rathausflur Laas).
Lourdeskirche
Weiter gegen Osten liegt an der Staatsstraße die WaIIfahrtskirche Unsere Liebe Frau von Lourdes, erbaut 1895.
St. Sisinius
(11. Jh) Liegt am westlichen Dorfende von Laas und gehört zu den ältesten Kirchen des Vinschgaus. Die vorromanische Kirche mit Ringmauer steht auf einem Hügel, von dem man einen herrlichen Ausblick genießen kann. ,,Pfeiler und Koundl”: Einst Wahrzeichen von Laas, sind von der Etschbrücke - Badplatz gut ersichtlich. Um früher auch die trockene Talhälfte bewässern zu können, hat man das Wasser in Lärchenholzrinnnen auf hohen MauerpfeiIern über Häuserdächer und Etsch hinweg auf die gegenüberliegende Talseite geleitet. Ein kleiner Teil davon wurde im Frühjahr 2000 wieder neu errichtet, damit man sich das gesamte System besser vorstellen kann.
Josefshaus
(Jugendstil) Wurde 1907 - 1909 von Pfarrer Malpaga erbaut. Es soll Raum für Kultur, für die Jugend und für Vereine bieten. Seit 1989 befindet sich dort auch die Fachschule für Steinbearbeitung.