Die Pfarrkirche zu St. Peter und Paul in Kastelruth aus klassizistischer Epoche. Sehenswert ist im Inneren ein spätklassizistischer Hochaltar (1882) mit einem Marmortabernakel. Zur Urpfarre gehören die Kirchen und Filialen von St. Michael am Panider Sattel, dem Übergang nach Gröden; St. Leonhard in Pufels, St. Magdalena in Tagusens; Waidbruck am Fuß der Trostburg, St. Oswald; St. Vigil im Tale; Seis am Schlern und St. Valentin mit der Seiseralm. Eigenständige Pfarreien wurden: 1919 Pufels, 1974 Seis mit St. Vigil und 1976 Waidbruck.
Der Kastelruther Turm
Der freistehende Glockenturm - das mächtige Wahrzeichen von Kastelruth - wurde (1756-58) nach den Plänen des Brixner Maurermeisters Simon Rieder erbaut, nachdem der alte gotische beim Dorfbrand 1753 schwer beschädigt worden war.
Der Kalvarienberg
Eine für Südtirol wohl einmalige Bautengruppe besitzt Kastelruth auf dem Kofl mit der Kalvarienberganlage. Vom Dorf führt ein Weg auf den Porphyrfelsen, mehrere Kapellen säumen den Wallfahrtsweg, der beim romanischen Turm endet. Die sieben Kapellen zeigen den Abschied Jesu von seiner Mutter, den Ölberg, die Geißelung, Händewaschung und Dornenkrönung, die Kreuztragung und die Grablegung. (Netter Spaziergang - 20 Minuten)
St. Nikolaus in Tisens
Sehr altes Gotteshaus in der Fraktion Tisens, unterhalb von Kastelruth. Das Kirchlein wird erstmals 1353 bei einer Ablassgewährung urkundlich erwähnt und ist dem hl. Nikolaus geweiht. Ein übergroßes, noch gut erhaltenes Wandgemälde, den hl. Christopherus darstellend, schmückt eine Außenwand des Kirchleins. Auf dem Wanderweg Nr. 1 in nur einer halben Stunde bequem zu erreichen.
St. Michael
Diese Kirche, oberhalb von Kastelruth in Richtung St. Ulrich, ist dem hl. Michael geweiht. Der romanische Turm stammt aus dem Jahre 1353, ebenfalls die alte Mauern des Langhauses. Im Innern befinden sich Fresken aus dem 18. Jhd., darunter eine schöne Verkündigung. An der Außenwand zum Teil aufgedeckte Gemälde aus dem 15. Jhd. Wir können diesen Weiler auf dem Wanderweg Nr. 7 od. 0 von Kastelruth aus in 1,30 Std. erreichen.
St. Magdalena in Tagusens
Die Kirche zur hl. St. Magdalena in Tagusens, Fraktion von Kastelruth, stammt aus romanischer Zeit (13 Jhd.). Schönster Besitz der Kirche ist der kleine, aber sehr kunstreiche Hochaltar. Interessant ist der Kopf eines "gebannten Geistes" auf der Marmorsäule des westlichen Schallfensters. Erreichbar über Tisens.
Ruine der Herren von Aichach aus dem 12. Jh. Ihr Aussterben ist mit erbitterten Streitigkeiten zwischen ihnen und den Herren von Kastelruth verbunden. Das Schloss ging in den Besitz der Kastelruther über und verblieb es bis 1741. Der naheliegende "Pflegerhof" ist auch einen Besuch wert, denn dort werden verschiedene Tee- und Gewürzkräuter angebaut und zum Verkauf angeboten. Wanderweg Nr. 7 von Seis.
Die Trostburg
Dramatisch gelegene Burg oberhalb von Waidbruck. Interessante Innenräume mit teilweiser Originalausstattung. Eine Ausstellung zeigt Lebensstationen von Oswald von Wolkenstein. Zu Fuß erreichbar über Tisens und Tagusens (Fraktionen von Kastelruth), Weg Nr. 1. Mit dem Auto bis nach Tagusens (Messnerhof) und dann Weg Nr.