Der gesamte Vinschgau ist reich an Kulturschätzen. Kastelbell/Tschars war schon im Mittelalter eine bedeutende Urpfarre und ein wohlhabendes Bauerndorf. Schmale Steige und einsame Wege führen durch Kastanien-, Fichten- und Lärchenwälder geradewegs zu romantischen Schlössern, Burgen, Kirchen, Ruinen und Mühlen. Das alles überragende Wahrzeichen auf einem Felsstück oberhalb der Talsohle ist das mächtige Schloss Kastelbell, das hier eindrucksvoll vor der Kulisse der Texelgruppe thornt. Für Kultur-Erlebnisse gibt es mit Schloss Juval, dem Sommerdomizil des Extrembergsteigers Reinhold Messner, den Ruinen Montalban (1150) und Hochgalsaun (1262) sowie dem Ansitz Kasten viele weitere Glanzlichter zu Bestauen.
Schloss Kastelbell
Das überragende Wahrzeichen auf einem Felsstück oberhalb der Talsohle ist das mächtige Schloss Kastelbell. Es wurde im Jahre 1238 von den Herrn von Montalban erbaut und wechselte In der Folge einige Male den Besitzer. 1531 wurde die Burg von Ferdinand I. an Sigmund Hendl verpfändet. 1831 brannte das Schloss zum ersten Mal und 1824 zum zweiten Mal. Nach dem Tod des letzten männlichen Erben der Familie Hendl (1949) ging das Schloss Kastelbell in den Besitz des Staates über, der das Schloss in den letzten Jahren vorbildlich restauriert hat. Im Jahre 1999 wurde die Verwaltung an das Kuratorium Schloss Kastelbell übertragen. klassische Konzerte sowie das alljährlichen Sommerkonzert Musicastello.
Öffnungszeiten: 1. April bis 31. Oktober Führungen: ab 12 Juni bis 31 Oktober Mittwoch bis Samstag um 14.00 Uhr Sonn- u. Feiertage um 10.30-14.00 Uhr Ruhetag: Montag und Dienstag Heute ist Schloss Kastelbell ein beliebter Veranstaltungsort, für Kunstausstellungen.
Schloss Juval
Bereits seit 1983 lebt der Südtirols berühmter Bergsteiger-Profi Reinhold Messner in dem geschichtsträchtigen Schloss, das auf einer Felsenkuppe zwischen dem Vinschgau und dem Schnalstal liegt und 1278 von Hugo von Montalban erbaut wurde. Messners Sammlungen aus allen Teilen der Welt sind heute vielbesuchte Attraktionen im Kunstwerk Schloss Juval: die Tibetika-Sammlung, die Bergbild-Galerie und die Maskensammlung aus fünf Kontinenten, um nur einige zu nennen.
Zusammen mit dem Schlosswirt und dem Bio-Bergbauernhof "Oberortl" hat sich Schloss Juval zum beliebten Treffpunkt für Geschichts-, Kultur-, Berg- und Naturliebhaber entwickelt. Von Kastelbell/Tschars geht's zu Fuß in 1,5 Stunden oder komfortabler mit dem Shuttlebus zum Schloss auf 927 m Meereshöhe. Von Schloss Juval eröffnet sich ein herrliches Panorama bis zu den Ötztaler Alpen mit dem Similaun-Gletscher, dem Fundort Ötzi, der Gletschermumie vomHauslabjoch.
Öffnungszeiten Palmsonntag bis Anfang November Juli und August ist die Burg geschlossen Führungen täglich von 10.00 bis 16.00 Uhr Dauer 45 Minuten) Mittwoch Ruhetag
Ruine Hochgalsaun
Im 13 Jh. erbaut, wurde die Burg im Jahre 1296 im Auftrag der Landesfürsten erobert und zerstört. 1329 wurde von Schlandersbergern eine neue Burg errichtet. Herzog Friedrich eroberte Galsaun im Jahre 1418 und zerstörte die Burg. 80 m unterhalb der Ruine stand auf dem sogenannten "Kirchenknott" die Burgkapelle. Zwischen den Burgfelsen und dem Kirchenknott erhob sich eine Sperrmauer, von der man heute noch Teile sehen kann.
Ansitz Kasten
Der Ansitz Kasten war die ursprüngliche Getreidekammer der damaligen BurgHochgalsaun. Der Ansitz Kasten diente damals als angenehmer Aufenthaltsort der Grafen. Heute ist er in Privatbesitz.
Alte Pfarrkirche zum Hl. Andreas in Marein
Der älteste Teil der Kirche ist gotisch und entstand im 15. Jh. In der Zeit von 1830 bis 1850 wurde sie umgebaut und in die heutige Form gebracht. Die Kirche bleibt geschlossen.
Pfarrkirche St. Andreas in Marein
Die neue Pfarrkirche wurde am 5. Mai 1974 eingeweiht. Sie ist in modernem Stil erbaut und wurde später durch einen gotischen Turm ergänzt. Ganztägig geöffnet.
Pfarrkirche St. Martin in Tschars
Die Großpfarrei Tschars besteht seit dem frühen 8. Jh. und war die östliche Grenzstelle des fränkischen Reiches. Kirche und Dorf wurden zweimal durch einen Erdrutsch verschüttet und in drei großen Dorfbränden beschädigt. Die heutige Gestalt der Kirche geht auf die im Jahre 1620 erfolgte Barockiesierung zurück. Der Turm mit seiner barocken Zwiebelkuppel ragt über Tschars als weithin sichtbares Wahrzeichen. Ganztägig geöffnet.