Schon die alten Germanen wussten, dass es sich hier angenehm leben lässt. Und wer die Gegend einmal kennengelernt hat, weiß warum. Eine milde Bergregion. Im Sommer wie im Winter sonnig und ausgeglichen. Das heißt, hier ist das ganze Jahr Saison.
Im Frühjahr, wenn die Wiesen mit zarten Blüten wieder zum Leben erwachen. Im Sommer, wenn üppige Weiden und schattige Wälder zur Rast einladen. Im Herbst, wenn die Blätter das ganze Plateau mit einem Farbenrausch überziehen. Im Winter, wenn klare, kalte Luft die Lungen füllt und dichter Schnee die Hügel, Hänge und Gipfel überzieht.
Sie sehen: Ein Urlaub in der Region Rosengarten-Latemar lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
Alpenglühen "Alpenglühen nennen wir es, wenn über den verdunkelten Tälern und schattenschweren Waldungen die Gipfel des Dolomit-Gebirges in feurig strahlender Herrlichkeit thronen", wie Heimatdichter Karl Felix Wolff in seinem Büchlein "König Laurin und sein Rosengarten" schreibt und darin zu dem Urteil kommt: "Auch wenn Südtirol gar nichts anderes hätte als den Rosengarten und die Laurin-Sage, es wäre schon dadurch eines der herrlichsten Länder so weit die deutsche Zunge klingt."
Buntes Blütenmeer Eine der schönsten Regionen ist sicherlich das Sonnenplateau Rosengarten-Latemar, zu der auch die Dörfer Deutschnofen, Eggen, Obereggen und Petersberg zählen. Die Saison mit ihrem vielfältigen Programm dauert dort volle zwölf Monate im Jahr. Die wohl schönste Zeit ist dabei allerdings der Beginn des Sommers. Während noch bis Ostern im Ski Center Latemar die Brettlfahrer und Snowboarder die Pisten herunter gewedelt sind, erwacht unter den letzten weißen Überresten des Winters unbeschadet die Natur.
Bergsommer Nur wenige Wochen später überzieht ein wahres Blütenmeer die Almwiesen, als wollte es mit seiner Vielfalt die Pracht des Rosengartens von König Laurin noch übertreffen. Ob sattgelbe Trollblumen, blauer Enzian, rote Feuerlilien, Glockenblumen, Frauenschuh oder Türkenbund, geführte Blüten- und Kräuterwanderungen lassen den Feriengast nicht nur jenen einzigartigen Duft einatmen, sondern geben Einblick in das weite Reich der Alpenflora. „Bergsommer zwischen Rosengarten und Latemar": Das steht für Urlaub in unberührter Landschaft voller Kontraste, wo sich schon Kaiserin Sissi einst beim Wandern erholte und Karl May die Inspiration für seinen Roman „Durchs wilde Kurdistan" gefunden haben soll.
Uralte Bauernhöfe Gilt zuerst die ganze Bewunderung uneingeschränkt und erwartungsgemäß der Natur und der reizvollen Landschaft, so wird der Wanderer nicht weniger von der Fülle der Kunst- und Kulturdenkmäler beeindruckt sein, die er in den Eggentaler Dörfern vorfindet. Überwältigende Sehenswürdigkeiten sind es nicht, wohl aber sind viele liebenswürdige Kleinigkeiten vorhanden, die zusammen trotz ihrer Bescheidenheit einmalig sind. Wie Juwelen in der Landschaft verstreut sind romantische Burgen und Schlösser, kunstvoll idyllische Kirchlein, uralte Bauernhöfe, malerische Bildstöcklein und Wegkreuze.
Erdpyramiden Steinegg Während der Eiszeiten war das Gebiet um Steinegg (einzelne Erdpyramiden gibt es auch in Gummer) von mächtigen Gletschermassen bedeckt. Zeugen dieser starken Vergletscherung sind Granitfindlinge, Moränen und glaziale Wannen mit Kleingewässern bzw. Mooren. Einzigartige Erosionsbildungen aus eiszeitlichen Grundmoränen sind die Erdpyramiden. Es handelt sich dabei um mehr oder weniger schlanke Erdsäulen, die sich nach oben hin verjüngen und auf der Spitze oft einen Deckstein tragen. Die Erdpyramiden wachsen allmählich und stürzen wieder ein, um anderen Erdpfeilern Platz zu machen. Unwetter und starke Regenfälle beschleunigen diesen Kreislauf. Ein besonders langes Leben haben jene Pyramiden die von einem Gesteinsblock abgedeckt sind. Im Jahr 2000 wurde vom Tourismusverein Steinegg der alte „Lanenweg“ unterhalb der Erdpyramiden renoviert und konnte dadurch den schönen Rundwanderweg mit dem Namen „Pyramidenrundweg“ markieren. Er führt über schöne Wiesen und Laubwälder direkt an den Erdpyramiden vorbei. Die Rittner Erdpyramiden sind die höchsten und schönsten, die man überhaupt kennt. Wegen der Vielzahl der hier vorkommenden Gruppen und ihrer einmaligen Schönheit kann man den Ritten schlechthin als die Heimat der Erdpyramiden bezeichnen. Sie sind Südtirols berühmtesten Naturdenkmäler.