Fanes-Sennes-Prags Der Naturpark "Fanes-Sennes-Prags". Seine außergewöhnlichen Naturformationen haben die Menschen immer schon fasziniert. Hier, im Reich der bleichen Berge, ranken sich die Sagen vom Aufstieg und Untergang des Fanesvolkes um jeden Berg. Eine seltsame, stufenähnliche Gesteinsformation nennt man das "Parlament der Murmeltiere". Hier sollen die Nager - der Sage nach - die letzten Überlebenden des Fanesvolkes in Felshöhlen versteckt haben. Dort warten sie auf den Klang silberner Trompeten aus dem Pragser Wildsee, der die Wiederkehr ihres Reiches ankündigen soll. Der sensationellste Besitz des Naturparks stammt aus grauer Vorzeit. Vor 40.000 Jahren lebten hier Höhlenbären und Raubkatzen in Leopardengröße, deren Knochen immer noch erhalten sind. Heute bietet das vielgestaltige Gelände zwischen Höhlenstein- und Gadertal zahlreichen Tierarten Unterschlupf, die sonst vom Aussterben bedroht wären. Steinadler, Scheehuhn, Uhu, Birk- und Auerwild leben hier. Besondere Plätzchen in dem 25.680 Hektar großem Schutgebietes sind auch die Almen von Sennes und Fanes, deren karge und spröde Hochflächen teilweise wie Mondlandschaften anmuten, der Pragser Wildsee, in dessen tiefgrünen Wasser sich der 2.810 m hohe Seekofel spiegelt und die Plätzwiese, eine sanft gewellte Hochfläche inmitten steil aufragender Felsen. Der Naturpark ist mit seiner außergewöhnlichen Flora und den urigen Wildseen.
Die Felsbilder der Plätzwiese Die Plätzwiese, der Übergang von Prags ins Höhlensteintal. Eine Landschaft von einmaliger Schönheit. Hier findet sich besonders eigenwillige Schöpfung der Natur, die Felszeichnungen. Sie sind keineswegs prähistorische Werke und von Menschenhand geschaffen. Die feinen Sterne, Kreuze, Quadrate, Gitter und anderen geometrischen Figuren hat die gewaltigste aller Naturkräfte geschaffen, das Wasser. Früher versuchten die Menschen, diese Zeichnungen mythologisch zu deuten, indem sie sie dem dem Teufel oder anderen übernatürlichen Mächten zuschrieben. Heute sind die Erosionserscheinungen beeindruckende Zeugen für die stete Arbeit des Wassers. - Erreichbarkeit: Vom Altpragser Tal ausgehend auf der Straße zur Plätzwiese entlang, dann den nach rechts abbiegenden Forstweg Nr. 18 neben dem Stollbach hinauf zu den westlichen Hängen der Plätzwiese. Von dort links hinab zum langgezogenen Sattel mit den Gaststätten (1997 m). Gehzeit: knapp 2 Stunden Höhenunterschied: 500 m.
Naturpark Sextner Dolomiten Der Naturpark Sextner Dolomiten umfasst die Gemeinden Sexten, Innichen und Toblach. Er wurde am 22. Dezember 1981 genehmigt und nimmt eine Fläche von ca. 11.650 Hektar ein. Einmal mehr ist es eine bizarre und einmalige Gebirgswelt, die unsere Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Spricht man von den Sextner Dolomiten, so denkt man unwillkürlich an die weltbekannten Drei Zinnen, an den Elferkofel, an den Haunold oder an die berühmten Pioniere des Alpinismus wie die Bergführerdynastie der Innerkofler, die Zsigmondy’s, Emilio Comici, u. a. Die Sextner Dolomiten waren weiters Schauplatz erbitterter und opferreicher Kämpfe während des Ersten Weltkrieges. Zahlreiche Spuren aus dieser Zeit weisen heute noch darauf hin. Das Gebiet der Sextner Dolomiten bietet dem Wanderer und Bergfreund eine Reihe von Möglichkeiten, von bequemen Ausflügen und Wanderungen bis zur extremen Klettertour. Denken wir etwa an die steil aufragenden Zinnenwände und an das bekannte Fischleintal, an das idyllische Innerfeldtal, an die einmaligen Lärchenwiesen und die kargen Fels- und Schuttkare. Die vielgestaltigen und abwechslungsreichen Lebensräume beherbergen auch eine vielfältige und artenreiche Pflanzen- und Tierwelt.
Die Flora des Naturparks Das Schutzgebiet wird vor allem im östlichen Teil (Kreuzbergpaß – Sexten – Innerfeldtal – Haunold) von zusammenhängenden Fichtenwäldern umgeben, die mit Lärchen, seltener auch mit Tannen und Zirben durchsetzt sind. Im Herbst ersetzen die aus dem dunklen Grün der Fichten herausleuchtenden Lärchen die Farbenpracht der Laubwälder tieferer Lagen. Im Frühjahr faszinieren die farbenfrohen Wiesen, sobald die vielfältigen Blumen wie Krokusse, Primeln, Enziane und viele mehr anfangen zu blühen. Im Sommer stehen zwischen den bunten Wiesenblumen hohe Türkenbundlilien, Arnika, Akelei und Gemswurz. Der Abschluss erfolgt im Spätsommer mit der Blüte der Herbstzeitlose.
Die Fauna des Naturparks Die Vegetation stellt mit ihren verschiedenen Schichten und den unterschiedlichen Strukturen von den Wurzeln bis zu den Knospen, Blätter und Früchten unmittelbare Nahrungsgrundlagen für eine Fülle von Tieren dar. Im Naturpark fallen vor allem die Wirbeltiere, also die Fische, Lurche, Kriechtiere, Vögel und Säugetiere auf. Der Wald bietet zahlreichen Tieren Verstecke, Brutplätze und Nahrung. Das Rehwild z.B. lebt im offenen Gelände und im unterholzreichen Bergwald. Hirsche ziehen alljährlich durch die Bergwaldgebiete des Naturparks. Weiters leben Dachse, Füchse, Marder, Gemsen, Hasen, Auerwild, einige Greifvögel und viele mehr im Naturpark Sextner Dolomiten.
Toblacher See und Dürrensee Der Toblacher See liegt am Eingang ins eindrucksvolle Höhlensteintal, das schon von den ersten Bergspionieren des 19. Jh. als eine der eindruckvollsten Gegenden der Alpen gerühmt wurde. Mit seinen 600 Metern Länge und 400 Metern Breite ist er ein sehr stattliches Gewässer, auch wenn er nicht übermäßig tief ist. Doch während das Talinnere vorwiegend von senkrechten Felswänden gesäumt wird, bestimmen am Toblacher See auch noch grüne Waldungen das Bild. Der idyllische Dürrensee ist das ideale Ausflugsziel für alle Hobbyfischer. Aber auch wenn Sie vom Fischen nicht angetan sein sollten, lohnt es sich den Dürrensee zu besuchen. Auslandslizenzen zum Fischen erhalten Sie im Tourismusbüro. Naturlehrpfad: Rund um den Toblacher See gibt es einen Naturlehrpfad mit 11 Stationen, wobei die Besucher detaillierte Informationen über Flora, Fauna und Geomorphologie des Gebietes erhalten. Die gesamte Gehzeit der Rundwanderung beträgt ungefähr zwei Stunden.
Wildpark Der Toblacher Wildpark ist ein beliebtes Ausflugsziel für Naturfreunde. Neben Rotwild und anderen heimischen Tierarten wie Uhu und Schneeeule sind auch selten gewordene Tiere wie Luchse und Waschbären zu bewundern. Der Wildpark ist nicht nur mit dem PKW, sondern auch zu Fuß von Neutoblach aus erreichbar.