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Die Benediktinerabtei Marienberg im Vinschgau

Die Benediktinerabtei Marienberg befindet sich in Mals im Vinschgau und wurde im 12. Jh. von den Grafen von Tarasp (Schweiz) erbaut. Aus dieser Zeit kann man noch heute einige Bauteile bewundern, wie z. B. die Krypta, die Engelsdarstellung und das Kirchenportal. Ende des 16. Jh. sollte das Kloster geschlossen werden, doch der Papst und die Tiroler Herrscher wirkten dem entgegen. Im 17. Jh. erlebte das Kloster während der Amtszeit des Abts Matthias Lang, aus dem deutschen Weingarten, eine neue Blüte. Während dieser Zeit, konnte ein Zuwachs an Mönchen verzeichnet werden und 1724 wurden ein humanistisches Gymnasium in Meran und ein Knabenkonvikt gegründet. Unglücklicherweise brachte das Jahr 1807 einen neuerlichen Rückschlag für das Kloster: Die Mönche wurden von den Bayern verjagt, Kloster, Kirche, Archiv und Bibliothek büßten wertvolle Bestände ein. Selbst das Gymnasium in Meran blieb einige Zeit lang geschlossen. Erst 1816 wurde es auf Wunsch von Kaiser Franz I. wiedereröffnet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Kloster Gegenstand vieler Veränderungen. Die letzten fanden zwischen 2004 und 2008 statt.

Die Krypta des Klosters ist sicherlich das kunsthistorisch bedeutendste Gebäude. Hier hielten die Mönche die ersten Gottesdienste und Chorgebete ab. 1643 wurde die Krypta zum Bestattungsort für Mönche. Erst 1980 wurden die Grabstätten entfernt und die antiken Fresken kamen zum Vorschein. Diese legen heute in herrlicher Weise Zeugnis über romanische Kunst in den Alpenregionen ab.

Das Kloster verfügt über verschiedene Ausstellungsräume, die Veranstaltungen vorbehalten sind. Noch heute ist die Anlage vollständig von den antiken Mauern umgeben, die die ursprüngliche Struktur in besonderen Kontrast zum moderneren Mobiliar setzen. Die Ausstellungsräume zu ebener Erde dokumentieren den benediktinischen Lebensstil. Alte Uhren erinnern an das Stundenritual, welche das Gebet auf verschiedene Tageszeiten verteilt. Gegenstände für den Unterricht, die Seelsorge und das Handwerk beschreiben hingegen das Leben der Mönche im Kloster. Heute ist die Krypta ein Gebetsraum, wo man von Anfang Mai bis Ende Oktober montags bis samstags um 17.30 Uhr am Abendgebet teilnehmen kann.

Bei der Benediktinerabtei Marienberg findet man einen kleinen Klosterladen, wo man Schriften und lokale Erzeugnisse aus Landwirtschaft und Handwerk kaufen kann. Besucher, die sich zurückziehen und eine Zeit der Besinnung nehmen möchten, können sich in den Klosterzellen, die mit Bädern und einer Gemeinschaftsküche für die Frühstückszubereitung ausgestattet sind, einquartieren.

 

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