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Die Weihnachtsmärkte – Ursprünge

Die Bergbauern

Die Bauern, vor allem jedoch die Bergbauern führten stets ein Leben voller Opfer und Mühen. Besonders durch ihr autarkes Wirtschaften hatten sie sehr wenig Geld zur Verfügung (nähere Informationen auch unter → Die bayerischen Höfe / <1> Der Erbhof und <2> Autarkes Wirtschaften).
Die Städte des Tals hingegen waren bewohnt von wohlhabenderen Händlern, Handwerkern und Beamten, Berufsgruppen, die normalerweise mit Geld umgingen und folglich dies auch zur Verfügung hatten.
Überdies begann im Hochgebirge der Winter mit seiner Kälte und seinen Schneefällen sehr früh. Daher waren die Bauern gezwungen, bereits in den Herbstmonaten viele Stunden in ihren Stuben zu verweilen. Wie sollte man diese Zeit nutzen? Ganz einfach.

Erzeugnisse ländlichen Kunsthandwerks
Während die Frauen klassische Pullover, speziell bestickte Stoffe und Derartiges fertigten, stellten die Männer, abgesehen von haltbaren und transportfähigen, landwirtschaftlichen Erzeugnissen, kleine Statuen, andere Schnitzarbeiten und dergleichen her. Diese Gegenstände wurden dann ins Tal gebracht und in der Adventszeit in den eigens zu diesem Zweck veranstalteten kleinen Märkten verkauft. Diese Form des Marktes ist sicherlich auf der ganzen Welt verbreitet, doch hier hebt sie sich durch eine Besonderheit hervor.

Christliche und gemeinschaftliche Solidarität
Durch den Kauf der Produkte trugen die Bewohner des Tals bewusst zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bauern bei und gleichzeitig hatten diese etwas Geld in den Händen und konnten die Weihnachtsfeiertage besser verleben, indem sie im Tal, besonders für ihre Kinder, Dinge kauften, die sie sonst nicht zur Verfügung hatten.

Weihnachtsatmosphäre
Diese Initiative wurde daher von der Gemeinschaft insgesamt begrüßt. Angesichts der tiefen Gläubigkeit und des Gemeinsinns der damaligen Zeit beteiligten sich fast alle voller Enthusiasmus: Einige stellten den Platz, die Straße oder den am besten geeigneten Straßenteil zur Verfügung, andere schmückten diese mit Lichtern und dergleichen, wieder andere stellten Werkstätten bereit oder Blumen in den Fenstern aus. Wieder andere organisierten dann vielleicht kleine Chorgesänge oder Konzerte auf der Straße.

Tiefe Wurzeln
Dieser Antrieb ist nicht nur in der Produktionsstruktur, sondern auch in der Geschichte, Mentalität und Kultur der Tiroler tief verwurzelt. Die Tatsache, dass er sich, nachdem er eine Zeit lang überaltert war, in Form des Tourismus neu behauptet und somit seine Faszination bis in die heutige Zeit hineinreicht, ist vor allem den bereits genannten Eigenschaften geschuldet, die noch heute von der Tiroler Gemeinschaft so empfunden und umgesetzt werden.

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