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Klöster mit Hospiz und Bibliothek

Während die Landschaft einerseits geprägt ist durch mächtige Schlösser und Burgen, errichtet durch die weltliche Macht, so hat auf der anderen Seite die kirchliche Macht im Zuge einer Neuorganisierung das Panorama Südtirols durch imposante Klosterbauten bereichert. Siehe beispielsweise:

  • Neustift                      < Vahrn               < Brixen
  • Abtei Marienberg       < Burgeis         < Vinschgau

Während einige der einstigen Burgherren darauf aus waren, durch Zölle oder vielleicht sogar durch Plünderung der reichen Händler auf den Transitsrouten reich zu werden (s. zur Vertiefung → Südtirol als Land der Burgen , hatten die kirchlichen Institutionen ein System aufgebaut, durch das für durch die Täler ziehende Pilger die Schwierigkeiten gemindert wurden, die das raue Klima und schlechte Wege mit sich brachten. Dazu hatten sie eine der ältesten und typischsten Wesenszüge der Menschen dieser Region aufgegriffen, diese ausgebaut und aufgewertet.

Die Gastfreundschaft

So wie die mansio der Römer (s. → Südtirol zwischen der Rhätischen Welt und dem Römischen Reich - Vom romanischen Mansio zum christlichen Kloster) an den Römerstraßen als Rasthäuser für Händler und vor allem Legionäre eingerichtet worden waren, so hatten die Ordensbrüder in den verschiedenen Klöstern die Aufgabe übernommen, die zahlreichen Pilger zu beherbergen, die unterwegs waren nach Rom, zum Heiligen Grab oder anderen Pilgerstätten, oder aber von dort zurückkehrten. Sicher waren die Klöster und Abteien kein rational ausgeklügeltes System wie das der mansio . Es handelte sich dabei eher um Eckpfeiler eines vielgestaltigen, auch den religiösen, spirituellen und sogar kulturellen Aspekt einschließenden Systems, das die Region, die Pfarreien und die hier lebenden Menschen integriert. (Zur Vertiefung s. → Die bayerischen Höfe ).

Kulturelle Bereicherung

Bei den Pilgern, die in den Hospizen der Klöster, in den Pfarreien, den Höfen oder Privathäusern Aufnahme fanden, handelte es sich keineswegs nur um mittellose und ungebildete Leute. Auch gebildete und vermögende Gläubige, vielleicht Händler, waren darunter, die die Alpen nicht nur überquerten, um einer religiösen Berufung zu folgen, sondern mit dem Ziel, eine andere Welt zu entdecken und andere Kulturen als die eigene kennenzulernen. Man könnte sie heute fast als die Vorreiter des spirituellen Tourismus bezeichnen. Unterwegs waren sie durch die Witterungsbedingungen häufig zu längeren Aufenthalten gezwungen. So gab es Zeit für Gespräche, die auch zur kulturellen Bereicherung der Einheimischen beitrugen. Dies manchmal auch in Form von Büchern, die, wie man weiß, von den Mönchen kopiert und ihren Bibliotheken hinzugefügt wurden.
Der traditionellen und bewahrenden Wesensart der einheimischen Bevölkerung ist es zu verdanken, dass diese sorgfältig aufgehoben wurden und heute Forschern und Touristen zur Verfügung stehen

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