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Der Dom von Bozen

Der Dom von Bozen, gebaut aus rotem Sandstein aus Ritten, steht auf den Grundmauern eines vorchristlichen Vorgängerbaus aus der Zeit des ausgehenden römischen Reiches (1280-1300) und wurde von lombardischen Künstlern in romanischem Stil neu gestaltet.

Um 1400 wurde er dann in Anlehnung an die berühmtesten Kathedralen Nordeuropas von schwäbischen Baumeistern und Künstlern, die hierfür aus dem Norden nach Bozen gerufen wurden, in gotischem Stil erweitert und umgebaut.

Von außen und vor allem vom Walther-Platz betrachtet, scheint es, als wollten die Fialen seines emporragenden Glockenturms und der ganze Bau den Vajolet-Türmen nacheifern, obwohl seine Linienführung Gotik in Reinform bietet. Und daher wird dem aufmerksamen Besucher ein Gegensatz nicht entgehen: Die, wenngleich etwas unscheinbare Gnadenkapelle, um die der Altarraum im 18. Jh. erweitert wurde, ist in reinstem Barock italienischer Schule gestaltet und scheint sich fast vom Stil des gesamten Bauwerks abzugrenzen.

Diese Gegenüberstellung wird im Innenraum deutlicher und gleichzeitig harmonischer. Wenngleich die Gotik nordeuropäischer Prägung, angefangen bei den Kirchenschiffen und den Fenstern, bis hin zu den Kapellen und der kostbaren Kanzel der vorherrschende Baustil ist, so bildet dieser doch mit den renaissanceartigen Fresken, die auf 1360-1370 zurückgehen und von Künstlern aus der Schule des Giotto und anderen venezianischen Malern stammen und dem berühmten, von G. B. Rangheri zwischen 1710 und 1720 in barockem Stil erbauten Hauptaltar ein harmonisches Ganzes.

Hierin zeigt sich, dass dieser Dom, eine Schatzkammer der Kunst, auch klar und deutlich die Mentalität dieses Landstrichs und seiner seit Jahrhunderten hier lebenden Bewohner widerspiegelt. Denn Künstler aus Nord und Süd waren hier stets willkommen, traten hier oft miteinander in Wettbewerb und brachten so das Beste ein, das jede Welt in ihrer Zeit zu bieten hatte.  

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