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Schloss Goldrain in Latsch - Eine Adelsresidenz inmitten von Obstgärten

Das in der Gemeinde Latsch, Ortschaft Goldrain auf 770 m ü. M. gelegene Schloss Goldrain, erstreckt sich als ein von Obstgärten und Kastanienhainen umgebener Adelssitz an den Hängen des Sonnenbergs. Über seine Ursprünge und Eigentümer ist nichts bekannt. Sicherlich war es die Adelsfamilie von Hendl, die es, vermutlich im 16. Jh., erbauen ließ. Als Eigentümerin weiterer Schlösser, wie Juval, Kastelbell und Maretsch, wurde die Familie im Laufe der Zeit sehr reich, was ihr den Grafentitel einbrachte. Noch heute ist das Schloss ein viel geschätztes kunsthistorisches Juwel Südtirols. Sein ursprünglicher Bau wurde im Laufe der Zeit immer wieder erweitert. Einige Besonderheiten dieser Adelsresidenz sind der Bogengang im Renaissance-Stil, die zweifarbige Treppe, die mit Laaser Marmor eingefassten Türen und Fenster, die Holzschnitzereien, Kachelöfen und Balkone in venezianischem Stil. 1863 ging das Schloss im Zuge einer Schenkung an die Gemeinde Latsch über, die es als Schule und Freizeiteinrichtung und später als Pfarrei nutzte.

Die Schlossmauern stammen vermutlich von 1600. Sie dienten nicht der Verteidigung vor Angriffen von außen, sondern der Klassenteilung zwischen Adligen und Bauern. Im Schloss fanden vermutlich Feste und Bälle statt, worauf die im Keller erhaltene Kelterpresse von 1701 hindeutet. Nach Jahren der Vernachlässigung wird das Schloss Goldrain erst seit kurzer Zeit wieder genutzt, und zwar als Kultur- und Bildungseinrichtung. Die fachmännisch instand gesetzten Säle dienen als Treffpunkt der Kunst, Lehre und Politik.

 

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